Was ist New Work? Definition, Chancen & Praxisbeispiele

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Der Megatrend New Work ist in aller Munde. Aber was genau verbirgt sich hinter dem Buzzword? Hier erfahren Sie alles über New-Work-Themen und -Methoden und wie HR Unternehmen auf dem Weg in die neue Arbeitswelt begleiten kann.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • New Work stellt kein konkretes Modell dar. Es vereint vielmehr diverse Ansätze und Methoden, die dabei helfen, die Arbeitswelt moderner und mitarbeiterorientierter auszurichten.

  • In der neuen Arbeitswelt werden starre Hierarchien und Prozesse zugunsten von mehr Flexibilität und einem produktiven Miteinander abgebaut. 

  • In der Folge von New Work werden zahlreiche organisatorische Parameter wie Arbeitszeit, Arbeitsort und Teambuilding überdacht und neu definiert. 

  • Eine optimierte Work-Life-Balance und ein gelungenes Work-Life-Blending sind direkte positive Nebenerscheinungen von New Work.

Was ist New Work? Definition

Das Konzept „New Work“ stellt die Mitarbeitenden mit ihren Wünschen und Vorstellungen in den Mittelpunkt. Denn in der neuen Arbeitswelt liegt der Fokus auf sinnstiftenden Tätigkeiten, Selbstentfaltung und einer verbesserten Work-Life-Balance

New Work steht also nicht für ein konkretes Arbeitsmodell, sondern für einen grundlegenden Wandel in der Arbeitswelt. Wenn es Unternehmen gelingt, Abläufe und Prozesse verstärkt mitarbeiterzentriert zu gestalten, erhöht das ihren Wettbewerbsvorteil im Wettstreit um Fachkräfte.

Warum New Work jetzt?

Entwicklungen wie Digitalisierung, Globalisierung und demografischer Wandel führen dazu, dass traditionelle Arbeitskonzepte, die auf die Zeit der Industrialisierung zurückgehen, unserer aktuellen Arbeits- und Lebensrealität nicht mehr gerecht werden. 

Vor dem Hintergrund eines sich rasch verändernden Arbeitsumfelds ist es höchste Zeit, Bürojobs im Nine-to-five-Stil durch moderne, passendere Konzepte zu ersetzen. Denn eines steht fest: Um neue Innovationen zu entwickeln, müssen Mitarbeitende selbstständig arbeiten und die nötigen Freiheiten dafür zugesprochen bekommen. Genau hier setzt New Work an.

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Das New-Work-Konzept: Woher kommt es? 

Wie ist New Work entstanden? In den 1980er-Jahren entwickelte der Sozialphilosoph Frithjof Bergmann das Konzept aus dem Wunsch heraus, einen Gegenentwurf zur Arbeitsrealität sowohl im Sozialismus als auch im Kapitalismus zu schaffen. Auslöser hierfür waren unter anderem seine Besuche in den Ostblockstaaten während der 70er-Jahre. 

Bergmann definiert „Freiheit“ als zentralen Wert einer neuen flexiblen Arbeitsweise, die Menschen zur Selbstverwirklichung dient. Der Mensch ist dann nicht mehr das Mittel zum Zweck, um Aufgaben ausschließlich gewinnorientiert zu erledigen. Denn mit New Work wird das Verhältnis umgekehrt: Nun fungiert die Arbeit als Mittel für den Menschen, das ihm dabei hilft, sich selbst zu verwirklichen. 

Die Grundlage des New-Work-Konzepts besteht also darin, das Verhältnis zwischen Arbeit und Arbeitnehmenden zu harmonisieren. Laut Bergmann sollte die Arbeit so gestaltet sein, dass Arbeitnehmende dort ihren individuellen Interessen nachgehen und das tun, was ihnen wirklich am Herzen liegt. Im Idealfall stellt die Zeit, die sie bei der Arbeit verbringen, sogar einen Ersatz für Freizeitaktivitäten dar. 

New Work, Arbeit 4.0 – wo ist da der Unterschied?

Oft werden „New Work“ und „Arbeit 4.0“ synonym verwendet. Beide Begriffe beschreiben den grundlegenden Wandel der Arbeitswelt. Dieser ist charakterisiert durch die Megatrends Digitalisierung, Globalisierung und den demografischen Wandel, kennzeichnet die Entstehung einer neuen Normalität im Berufsleben, in der das Konzept New Work zentral steht. Diese neue Normalität beinhaltet flexible Arbeitsmodelle, Selbstverwirklichung und eine stärkere Mitarbeiterorientierung, und stellt damit eine Reaktion auf die veränderten Anforderungen und Möglichkeiten in unserer heutigen Arbeitswelt dar.

Bei New Work geht es verstärkt um die Themen Sinnstiftung und Selbstverwirklichung. Demgegenüber legt Arbeit 4.0 den Fokus darauf, wie Unternehmen eine digitalisierte Arbeitswelt gestalten und beispielsweise Arbeitsweisen und die eigene Organisation verändern können, sodass Angestellte selbstbestimmter arbeiten.

Warum brauchen wir New Work?

New Work ist kein Kompromiss. Ganz im Gegenteil – der Wandel im Denken und Handeln geht für Unternehmen und Mitarbeitende gleichermaßen mit Vorteilen einher.

Vorteile von New Work: So profitieren Mitarbeiter:innen

  • Angestellte sind keine bloßen „Human Resources“ mehr. Ihre Wünsche und Vorstellungen stehen im Vordergrund.

  • In der neuen Arbeitswelt gehen Mitarbeitende gern zur Arbeit, weil sie dort das machen können, was ihnen Spaß macht und Sinn stiftet.

  • Mitarbeiter:innen bekommen mehr Freiheiten und größere Gestaltungsspielräume. Sie können ihre eigenen Ideen verwirklichen und Entscheidungen treffen – das motiviert!

  • Nine to five und Anwesenheitspflicht ade – New Work bedeutet auch größere Flexibilität hinsichtlich Arbeitszeit und -ort. In Unternehmen, die New Work leben, können Mitarbeitende Beruf und Familie bzw. Privates besser unter einen Hut bekommen – dezentralem Arbeiten sei Dank.

Vorteile von New Work: So profitieren Unternehmen

  • New Work heißt Arbeit auf Augenhöhe. Keine hierarchischen Ansagen von oben, Teams kommunizieren offen und transparent. Und das stärkt den Teamspirit.

  • Für Unternehmen hat New Work positive Auswirkungen auf ihre Arbeitgebermarke: New-Work-Merkmale wie dezentrales Arbeiten und flache Hierarchien stehen laut einer Studie ganz oben bei den Kriterien für einen attraktiven Arbeitgeber.

  • Eine weitere Studie von Institut HR Impulsgeber zeigt, dass Mitarbeitende dann zusätzlich zufriedener sind und länger im Unternehmen bleiben.

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New Work im Unternehmen: Arbeitszeit – Teamorganisation – Arbeitsort

New Work ist längst mehr als eine vage Zukunftsvision. Diese neue Art des Arbeitens bestimmt den Arbeitsalltag vieler moderner Unternehmen und ermöglicht unter anderem die Neu- bzw. Umgestaltung von Arbeitszeit, Arbeitsort und Teamorganisation. Im Zuge dieser Transformation wird auch ein moderner Arbeitsplan zunehmend wichtig, der Flexibilität und Mitarbeiterorientierung mit den Zielen des Unternehmens verbindet. Solch ein Plan berücksichtigt individuelle Arbeitsrhythmen und fördert die effiziente Zusammenarbeit in fluiden Teams. Des Weiteren steht New Work für:

  • Mitarbeiterzentrierung

  • flache bzw. keine Hierarchien 

  • moderne Führungsstile

  • digitales Arbeiten

  • arbeitnehmerfreundliche Arbeitszeitgestaltung

Lesetipp: In dynamischen Umgebungen sind klare und flexible Arbeitsanweisungen essentiell, um den Mitarbeitern Orientierung zu geben und gleichzeitig die kreative Freiheit zu bewahren.

New Work: Flexible Arbeitszeitformen 

Eine flexible Arbeitsgestaltung ermöglicht Angestellten ein hohes Maß an Selbstbestimmung:

Gleitzeit

Fast schon ein Klassiker – Mitarbeitende können wählen, wann sie mit der Arbeit anfangen und aufhören möchten. Der Arbeitgeber gibt nur einen zeitlichen Rahmen vor. Oft gehört dazu auch die Kernarbeitszeit.

Vertrauensarbeitszeit

Das Konzept Vertrauensarbeitszeit geht noch einen Schritt weiter. Hier zählt nicht die abgesessene Zeit, sondern das Ergebnis. Wie lange die Angestellten dafür brauchen, spielt eine untergeordnete Rolle. Entsprechend kontrolliert das Unternehmen die absolvierten Stunden nicht.

Jobsharing

Beim Jobsharing teilen sich zwei oder sogar mehrere Personen eine Stelle und sind gemeinsam für die Aufgaben und Ergebnisse verantwortlich.

Vertrauensurlaub und Urlaubs-Flatrate

Auch was den Urlaub betrifft, sind bei New Work mehr Freiheiten möglich, beispielsweise können die Angestellten entscheiden, wie viel und wann sie Urlaub nehmen (Vertrauensurlaub). Wieder andere haben eine unbegrenzte Anzahl von Urlaubstagen (Flatrate).

Sabbaticals

Brauchen Mitarbeitende eine Auszeit, können sie diese Art von Sonderurlaub nehmen – von einem Monat bis zu einem Jahr.

Workation

Eine Workation bedeutet, den Arbeitsplatz für eine bestimmte Zeit an einen schönen (Urlaubs-)Ort zu verlegen.

Individuelle Modelle

Unternehmen können die Arbeitszeit auch individuell anpassen. Denkbar ist beispielsweise, dass Mitarbeitende nach intensiven Projektphasen mit höherer Arbeitsbelastung dann deutlich reduzierte Stunden haben, z. B. wenn das Projekt abgeschlossen ist. Dazu gehören auch Regeln für flexibles Arbeiten, die sicherstellen, dass solche Modelle effizient und fair umgesetzt werden.

New Work: Teamorganisation

Im Zuge von New Work gehören rein homogene Teams immer mehr der Vergangenheit an. Denn wir wissen: In der Vielfalt und im Austausch liegt die (Erfolgs-)Kraft. 

Fluide und selbstorganisierte Teams

New Work gewährt Mitarbeitenden mehr Entscheidungsfreiheit und Gestaltungsspielraum. Entsprechend organisieren sich Teams immer mehr selbst. Was vorher von der Führungskraft bestimmt wurde, entscheidet jetzt die Gemeinschaft. Ein Beispiel hierfür ist die partizipative Organisationsform Holokratie.

Fluide Teams finden sich je nach Interessen und Fähigkeiten immer wieder neu auf der Basis von Projekten zusammen.

Agile Arbeitsmethoden

Agile Methoden geben den Entscheidungen und Arbeitsweisen von Teams, die sich autark organisieren, einen Rahmen. Beispiele dafür sind Scrum, Kanban oder Design Thinking. Agile Teams setzen sich oft crossfunktional zusammen. Außerdem können Teammitglieder sogar flexibel Führungsverantwortung in einem Projekt übernehmen und dann auch wieder abgeben.

Work-Life-Blending

Einen Großteil unserer Zeit verbringen wir bei der Arbeit. Da erscheint es doch nur logisch, dass wir unsere privaten Belange zumindest gedanklich im Hinterkopf behalten. Gerade im Homeoffice, sowie bei Homeoffice aus dem Ausland, lassen sich private und arbeitsbezogene Erledigungen zeitlich häufig nicht mehr strikt voneinander trennen. 

Statt dies jedoch als Problem wahrzunehmen, bietet es sich an, diese Entwicklung aktiv aufzugreifen und somit mehr Flexibilität und eine ausgewogene Work-Life-Balance zu befürworten.

Jobrotation

Mal in einen Bereich reinschauen und unverbindlich testen, wie es einem dort gefällt? Das ist im Rahmen einer Jobrotation möglich – für einen kurzen oder sogar längeren fixen Zeitraum. Auf diesem Weg entwickeln sich die Mitarbeiter:innen weiter und bauen ihr Netzwerk aus. Das steigert den Zusammenhalt im Unternehmen und die Motivation.

Dezentrale Teams

Die Digitalisierung macht es möglich, dass Arbeitnehmende ihre Aufgaben nicht mehr unbedingt – und schon gar nicht ausschließlich – vom Büro aus erledigen müssen. Der Arbeitsort erfährt somit eine zunehmende Dezentralisierung. In diesem flexiblen Arbeitsumfeld sind Dienstreisen eine weitere Facette der Mobilität, die es Teams ermöglicht, sich persönlich zu treffen, an Standorten des Unternehmens zu arbeiten oder Kunden und Projektpartner direkt vor Ort zu unterstützen.

  • Hybrid Work: Teammitglieder entscheiden flexibel, ob sie ins Büro kommen möchten oder doch lieber remote arbeiten. So kann es sein, dass ein Teil des Teams vor Ort ist, während andere von zu Hause oder anderen Orten aus tätig sind. Hybride Teams können sogar weltweit verteilt sein. Digitale Kollaborations- und Kommunikationstools wie Microsoft Teams, Slack oder Zoom unterstützen sie in ihrer Zusammenarbeit.

  • Digitales Nomadentum: Kein festes Büro oder sogar kein fester Wohnort – digitale Nomaden wählen ganz frei, von wo aus sie arbeiten möchten. Meistens sind sie auf Reisen und arbeiten komplett digital.

  • Telearbeit: Einen Schritt weiter in der Flexibilisierung der Arbeitswelt stellt die Telearbeit dar. Hierbei richten Mitarbeitende einen Telearbeitsplatz ein, der es ihnen ermöglicht, ihre beruflichen Aufgaben vollständig von zu Hause aus zu erledigen. Dieses Modell setzt eine hohe Selbstorganisation und Disziplin voraus, bietet jedoch gleichzeitig eine ausgeprägte Work-Life-Balance.

So arbeiten (hybride) Teams erfolgreich zusammen

Teamarbeit Checkliste

Erfolgreiche Team-Arbeit muss gut organisiert, umgesetzt und nachbereitet werden, um zu funktionieren. In dieser Checkliste erhalten Sie, Tipps zur Umsetzung, Best Practices und Leitfäden. 

New Work: Arbeitsplätze der Zukunft

Auch die Arbeitsumgebung im Büro flexibilisiert sich und bietet allen Mitarbeiter:innen passende Orte für ihre Tätigkeiten.

Activity-based Workplace

Moderne Büros schaffen ideale und attraktive Umgebungen für verschiedene Aufgaben, zum Beispiel Ruhezonen für konzentriertes Deep Work oder mit verschiedenen Tools und Hilfsmitteln ausgestattete Räume für Brainstorming sowie kleine Telefonboxen für längere oder vertrauliche Videokonferenzen. 

Desksharing

Wenn die Arbeitnehmenden täglich aufs Neue entscheiden, von wo aus sie arbeiten, benötigt man keine festen Arbeitsplätze mehr. Desksharing funktioniert dabei wie folgt: Wenn sie ins Büro kommen, wählen die Mitarbeitenden ihren Arbeitsplatz jeden Tag neu und tauschen sich dadurch auch mehr mit anderen Bereichen und nicht nur innerhalb ihres Teams aus.

Co-Working-Space

Co-Working-Spaces stellen eine Art Gemeinschaftsbüro dar. Sie ersetzen Selbstständigen oder Remote-Arbeitenden, die nicht zu Hause arbeiten möchten, das Büro. 

Digitales Nomadentum

Digitale Nomaden wählen sich ihren Arbeitsort – zumindest in der Theorie – vollkommen beliebig. Sie ziehen von einem Ort zum nächsten und erledigen ihre Aufgaben ausschließlich digital.

Crowdworking

Ein weiteres Element moderner Arbeitsformen, das nahtlos in das Konzept von New Work passt, ist das Crowdworking. Hierbei nutzen Unternehmen die Fähigkeiten und das Wissen einer breiten Masse von Internetnutzern, um spezifische Aufgaben oder Projekte zu erledigen. Dies ermöglicht einen flexiblen Zugang zu einem globalen Talentpool und fördert Innovation durch Vielfalt und Kreativität.

Lesetipp: In einer Arbeitswelt, die durch Flexibilität, digitale Mobilität und kollaborative Arbeitsmodelle geprägt ist, gewinnt eine gut durchdachte Arbeitsplatzbeschreibung an Bedeutung.

Wie HR den Megatrend begleiten kann

Mit dem Schritt in die New-Work-Welt muss sich auch die Personalarbeit grundlegend ändern. Und zwar nicht nur, indem sich HR an die gewandelten Rahmenbedingungen anpasst. Im Gegenteil sogar! Sie haben vielmehr die Möglichkeit, den Wandel aktiv mitzugestalten. „Personaler:innen werden zunehmend zu Organisationsentwicklern“, sagt zum Beispiel Stefan Zimmermann, Head of HR & Organisational Development bei OPED.

Von der Personalverwaltung zur Personalentwicklung

Stefan Zimmermann sieht seine eigene Aufgabe ganz klar in der „Potenzialentfaltung“ von Mitarbeiter:innen. Das war nicht immer so: „Bis vor einigen Jahren war die HR-Rolle in vielen Unternehmen eine reine Verwaltungsrolle. Die konkreten Inhalte zum Thema Personal – welche Kompetenzen brauchen wir im Team? Wie sollen neue Führungskräfte entwickelt werden? – gab die Unternehmensführung vor“, so Zimmermann. Dagegen ist die neue Rolle von HR vielfältig – und vor dem Hintergrund von New Work absolut erfolgsentscheidend für Unternehmen.

„Im New-Work-Zeitalter müssen Personaler das Mindset von Organisationsentwicklern annehmen.“ – Stefan Zimmermann, Head of HR & Organisational Development bei OPED.

Was sind die Aufgaben von HR in der neuen Arbeitswelt?

  • Die Verantwortung von HRler:innen im Rahmen von New Work beginnt bereits lange vor der Einstellung – Stichwort „Hybrid Hiring“. Ein auf die Bedürfnisse der Kandidat:innen zugeschnittener Bewerbungsprozess hilft Ihnen, sich von Konkurrenzunternehmen abzuheben. 

  • HR koordiniert und motiviert virtuelle und hybride Teams und führt sie an die Unternehmenskultur heran. Zum Beispiel kann HR digitale Bibliotheken für virtuelle Teambuilding-Maßnahmen oder Projektmanagement-Tools einführen.

  • Ein gutes Arbeitsklima kann die Personalabteilung über die Möglichkeiten und die Qualität der Zusammenarbeit im Team steuern, beispielsweise indem sie Kollaborations- und Kommunikationstools einsetzt, aber auch über ganz praktische Dinge wie eine Büroeinrichtung zum Wohlfühlen.

Welche HR-Fähigkeiten sind für New Work nötig? 

  • Projektmanagement

  • IT-Anwenderkenntnisse

  • Analysen & Auswertungen von Personaldaten

  • fundiertes Fachwissen, z. B. im Tech-Recruiting

  • strategisches, methodisches Denken

Natürlich wird es weiterhin operative Tätigkeiten geben, die HR zu erledigen hat. Wichtig sei jedoch die Einstellung von HR-Manager:innen im digitalen New Work – so Zimmermann. „Personaler müssen das Mindset von Organisationsentwicklern annehmen und in Methoden denken.“

Bedingt New Work auch einen neuen Führungsstil wie New Leadership?

Ist die Rede von New Leadership, meint man damit, dass Führungskräfte verstärkt in die Rolle von Coaches schlüpfen, um Mitarbeitenden auf dem Weg zum individuellen Erfolg unterstützend zur Seite zu stehen. Statt Vorgaben zu machen, setzen New Leaders alles daran, ihre Schutzbefohlenen zu mehr Selbstständigkeit und Selbstvertrauen zu befähigen. Und genau solche Führungspersönlichkeiten braucht es an der Spitze, wenn New Work funktionieren soll.

Neues Arbeiten, neue Chancen

Die neuen Spielregeln in der Arbeitswelt verstehen sich gleichermaßen als Herausforderung und Chance für Unternehmen. Besonders relevant ist hierbei das Phänomen der Great Resignation, wo Arbeitnehmer nach mehr Sinn in ihrer Arbeit suchen. Damit einhergehende Umstrukturierungen kosten mitunter Zeit bzw. gehen ins Geld, doch der potenzielle Gewinn ist in der Regel um ein Vielfaches größer. Mitarbeitende, deren Arbeits- und Lebenswelt ein gesundes Gleichgewicht einhält, betrachten ihren Beruf mit größerer Wahrscheinlichkeit als Berufung. 

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FAQ

Was ist mit New Work gemeint?

„New Work“ bezeichnet den Ansatz, die Bedürfnisse und Vorstellung von Angestellten stärker in den Fokus zu rücken. 

Was sind New-Work-Maßnahmen?

Die mit New Work einhergehende Wertvorstellung lässt sich auf vielfältige Weise realisieren: durch flexible Arbeitszeiten, das Auflösen von festen Arbeitsplätzen und flache Hierarchieverhältnisse. 

Wie verändert New Work die Art der Zusammenarbeit?

New Work ermöglicht eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Dabei ergeben sich nicht selten positive Begleiterscheinungen wie beispielsweise ein kreativer Austausch, geteilte Verantwortung und zufriedene Mitarbeitende. 

New Work als Employer Branding Faktor

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