Multiposting

Eine Personalerin beim Multiposting

Das Multiposting ist mittlerweile Dauergast in jedem HR-Team. Doch wie geht man das Thema an, damit es auch die gewünschten Vorteile bringt? In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was Multiposting alles kann und geben Ihnen praxisnahe Tipps.

Was ist Multiposting?

Multiposting bedeutet, eine Stellenanzeige mit einem Klick auf mehreren Recruiting-Kanälen zu veröffentlichen. Im Optimalfall machen Sie dies über eine zentrale Stelle, z. B. eine HR-Software. Dadurch sparen Sie Zeit und arbeiten deutlich effizienter.

Multiposting lohnt sich aus 3 Gründen

Grund 1: Mehr Reichweite

Mehr Reichweite  ist wohl der offensichtlichste Vorteil des Multipostings – und auch der wichtigste. Schließlich steigen damit Ihre Chancen auf mehr und qualifizierte Bewerber. Damit Sie dieses “Mehr” an Reichweite erreichen, sollten Sie Ihre Stellenanzeigen an unterschiedlichen Orten platzieren. Eine Übersicht zu möglichen Kanälen finden Sie weiter unten.

Grund 2: Weniger Aufwand

Wenn Sie für das Multiposting eine Software nutzen, brauchen Sie in der Regel nur einen Klick, um Ihre Stellenanzeigen zu veröffentlichen. Dadurch sparen Sie sich den Aufwand, die Stellenanzeigen manuell auf den Stellenbörsen zu veröffentlichen. Der Veröffentlichungs-Prozess vereinfacht und verkürzt sich dadurch enorm für Sie.

Grund 3: Geld sparen

Personio-Kunden profitieren beispielsweise automatisch von den Rahmenverträgen, die wir basierend auf dem großen Buchungsvolumen aller unserer Kunden ausgehandelt haben. So müssen sie nicht extra für jedes einzelne Portal Preise verhandeln und binden sich nicht unnötig.

So können Sie vorgehen: der Prozess in fünf Schritten

Das Multiposting ist kein Hexenwerk – vorausgesetzt Sie nutzen eine passende HR-Software. Mit Personio sind zum Beispiel nur vier Schritte nötig:

  • Sie haben eine offene Stelle im Unternehmen – ob neu oder nachbesetzt.
  • Formulieren Sie einen Text für Ihre Ausschreibung und veröffentlichen Sie die Stelle auf der Karriereseite Ihrer Website.
  • Wählen Sie die Jobbörsen aus, auf denen Sie Ihre Anzeige schalten wollen.
  • Fügen Sie den Link zu Ihrer Karriereseite und zum Online-Formular in die entsprechenden Felder in Personio ein.
  • Ihre Stellenausschreibung wird auf den ausgewählten Kanälen gleichzeitig veröffentlicht.

Der Überblick: Welche Kanäle können Sie bespielen?

Über die Anzahl der deutschen Jobbörsen kann sich kein Recruiter beschweren. Mittlerweile gibt es mehr als 2.000 von ihnen. Allerdings ist nicht jedes Jobportal für jede Stelle geeignet. Sie lassen sich in folgende Kategorien einteilen.

Generalistische Jobbörsen

Bei diesen Portalen gibt es die größte Auswahl an Stellenausschreibungen und somit auch die größte Reichweite. Denn ihre Zielgruppe ist nicht beschränkt, weswegen hier Stellen aus unterschiedlichen Branchen, Berufsgruppen und Regionen veröffentlicht werden. Der große Vorteil der generalistischen Jobbörsen ist ihr Preis: Sie sind nämlich kostenfrei – zumindest bei Nutzung der Grundfunktionen. Wenn Sie Zusatzfunktionen dazu buchen, sind diese mit Kosten verbunden.

Einige Beispiele für generalistische Jobbörsen: XING, LinkedIn, Stepstone, Stellenanzeigen.de und monster. Laut dem Jobbörsen-Kompass von personalwirtschaft.de liegt bei den Nutzern weiterhin Stepstone ganz vorne, dicht gefolgt von Indeed und dem XING Stellenmarkt.

Spezialisierte Jobbörsen

Hierunter fallen Spezial- und Nischenjobbörsen, die eine eng gefasste Zielgruppe ansprechen. Sie selektieren ihr Angebot und bieten ihren Nutzern dementsprechend nur Ausschreibungen aus bestimmten Branchen an, z. B. Marketing, IT, Medizin und Design. Obwohl diese Jobbörsen nicht die gleiche Reichweite besitzen wie generalistische Portale, haben sie einen großen Vorteil: Ihre Nutzer finden schneller Angebote, die interessant und passend für sie sind. Dies wird auch der Grund sein, warum spezialisierte Jobbörsen generell beliebter als die generalistischen bei den Jobsuchenden sind. Auch Unternehmen profitieren: Da Sie innerhalb Ihrer Zielgruppe suchen, nimmt die Qualität der Bewerbungen für Unternehmen zu.

Beispiele für spezialisierte Jobbörsen: Asolventa, dasauge und das Staufenbiel Institut. Letzteres gehört im übrigen zu den beliebtesten Jobbörsen bei ITlern und Ingenieuren.

Regionale Jobbörsen

Diese Portale sind am engsten gefasst, denn sie bieten lediglich Stellen aus einer bestimmten Region an. Ein Beispiel für eine regionale Jobbörse ist meinestadt.de.

Jobsuchmaschinen

Zwischen den generalistischen Jobbörsen und den Suchmaschinen befindet sich nur ein schmaler Grat. Denn Jobsuchmaschinen bieten dieselbe Bandbreite an Stellenangeboten. Allerdings werden hier die Ausschreibungen nicht eingestellt. Die Systeme durchsuchen das Internet nach Stellen und listen sie dann, also praktisch Google – nur für Jobs. Zwei der bekanntesten Jobsuchmaschinen sind Indeed und Kimeta.

Checkliste: Kennzahlen im Recruiting

Wie erfolgreich sind Ihre Recruiting-Kanäle? Finden Sie es anhand von Kennzahlen heraus. In unserer Checkliste haben wir für Sie die wichtigsten zusammengestellt.

Die Strategie: Wie funktioniert das Multiposting?

Eine Strategie ist immer individuell und ändert sich je nach Branche, Stelle und Zeitraum. Dennoch gibt es bestimmte grundlegende Schritte, die es HR Managern erleichtern, eine Multiposting-Strategie nach den eigenen Bedürfnissen aufzusetzen.

Erstens: Passende Kanäle definieren
Mehr Reichweite bedeutet nicht gleich mehr qualifizierte Bewerber. Ihre Recruiting-Kanäle sollten deshalb einen Mix aus generalistischen und spezialisierten Jobbörsen beinhalten. Generalistische Jobbörsen bieten Ihnen zwar die gewünschte Reichweite, aber die läuft ins Leere, wenn sich nur Personen mit unpassendem Profil bewerben. Auch wenn spezialisierte Portale stärker auf’s Budget schlagen, lohnt sich der Invest. Da die Zielgruppe hier spitzer ist, münden Bewerbungen eher in Einstellungen.

Zweitens: Software für das Multiposting auswählen
Neben einer einfachen Bedienung sollte die Software auch alle Portale unterstützen, die auf Ihrer Recruiting-Liste stehen. Dafür eignet sich ein Anbieter, der Ihre Karriereseite über über API-Schnittstellen mit der jeweiligen Karriere-Plattformen verbindet. Das bietet Ihnen mehr Flexibilität, um unterschiedliche Jobbörsen auszuprobieren – auch Nischenportale.

Drittens: Werten Sie Ihre Ergebnisse aus
Schauen Sie sich nach einem bestimmten Zeitraum die Daten in Ihrem HR-Tool an. Über welche Kanäle kamen die meisten Kandidaten rein? Über welche die qualifiziertesten? Über welche Kanäle konnten Sie letztendlich die meisten Einstellungen gewinnen? Wie viel Geld haben Sie pro Kanal ausgegeben und welchen Nutzen hat er gebracht? Basierend auf den Ergebnissen können Sie erneut evaluieren, welche Kanäle Sie in Zukunft für welche Stelle bespielen wollen.

Viertens: Passen Sie die Kanäle für Ihr Multiposting an
Dieser Schritt ist offensichtlich, aber erwähnenswert. Alle Kanäle, welche die gewünschten Ergebnissen gebracht haben, sollten Sie weiter (und evtl. sogar verstärkt) nutzen – vorausgesetzt, die jeweiligen Jobbörsen passen zu den offenen Vakanzen. Für alle erfolglosen Jobbörsen heißt es: Fehlversuch – neu ausprobieren!

Multiposting ist kein Selbstläufer

Obwohl das Multiposting viele HR-Prozesse vereinfacht und verkürzt, ist es anfangs auch mit Umstellungen verbunden. Sie müssen Ihre Recruiting-Strategie anpassen und sich an ein neues Tool gewöhnen. Vernachlässigen Sie dabei folgende Punkte nicht:

Qualität der Stellenanzeigen
Multiposting hilft Ihnen, Ihre Stellenanzeigen stärker zu streuen. Aber für die Qualität der Anzeigen bleiben Sie verantwortlich. Und dies ist ein wichtiger Punkt: Denn es bringt nichts, viele Interessenten zu erreichen, die dann wegen einer lückenhaften Ausschreibung direkt wieder das Weite suchen.

Direkt bei der Ansprache punkten, Stichpunkt: (m/w/d). Was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Rahmenverträge vernünftig aufsetzen
Ein üblicher Rahmenvertrag für das Multiposting sieht wie folgt aus: Preis für Einrichtungsgebühr, monatlicher Preis und Laufzeit. Verträge mit einer längeren Laufzeit sind meistens kostengünstiger, haben aber auch einen Haken: Sie sind dadurch länger an Ihren Anbieter gebunden. Das bedeutet für Sie: Sollte sich eine Plattform im Laufe der Zeit als nicht mehr erfolgreich für Sie erweisen, müssen Sie trotzdem zahlen. Wägen Sie also immer das Verhältnis “Kosten-Nutzen-Laufzeit” vor der Vertragsunterzeichnung ab.

Trotz des anfänglichen Mehraufwands, profitieren Personaler langfristig vom Multiposting. Denn einmal aufgesetzt und verstanden, sparen die neuen Prozesse im Recruitment vor allem eins: Zeit. Und die können Sie für wertschöpfende Aufgaben einsetzen, z. B. für die Optimierung Ihrer Candidate Journey.

Höhere Sichtbarkeit dank Multiposting mit Personio

 

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