News Snippets: Aktuelles aus der HR-Welt

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Arbeitsrechtliche Urteile, wichtige HR-Trends und handverlesene Studien: In unseren HR News stellen wir Ihnen jeden Monat einen Überblick über die wichtigsten Themen und Inhalte aus dem Personalbereich zusammen. So sparen Sie Zeit und bleiben trotzdem auf dem Laufenden.

Obstkorb? Gähn.

Konventionelle Mitarbeiterbenefits haben offenbar ausgedient: Das zeigt eine gemeinsame Studie von voiio und kununu, bei der Arbeitgeber und Mitarbeitende in Deutschland zu Zusatzleistungen befragt wurden. Betriebliche Altersvorsorge, Jobticket oder der kostenlose Obstkorb: Das reicht längst nicht mehr, um bei der Mitarbeiterschaft zu punkten. Denn die wünscht sich anderweitige Unterstützung. Leistungen für Familie und die Work-Life-Balance würden bei 46 Prozent die Arbeitgeberzufriedenheit deutlich steigern. Doch nur wenige Unternehmen (ca. 12 Prozent) haben derartige Benefits im Angebot …

Im Schnitt geben Unternehmen in Deutschland pro Jahr 1.000 Euro pro Mitarbeiter:in für Benefits aus. Die Mitarbeitenden würden dieses Geld wie folgt verteilen:

  • 300 Euro für „Familie und Work-Life-Balance“
  • 150 Euro für „Gesundheitsprogramme“
  • 130 Euro für „Mobilitätsangebote“
  • 90 Euro für vermögenswirksame Leistungen.

Hier gibt es also offensichtlich einen klassischen Mismatch, der bei der Mitarbeiterbindung zum Problem werden kann.

Mitarbeitende befassen sich intensiv mit arbeitgeberseitigen Zusatzleistungen und ziehen sie in Betracht, wenn sie eine neue berufliche Herausforderung suchen.

– Chesran Glidden, Head of B2B, kununu

Die klare Aufgabe für HR: Denken Sie Benefits doch einmal ganz neu. Flexibilisieren Sie Ihr Angebot, machen Sie es passgenau für Ihre Belegschaft. Wenn Sie die wichtigen Arbeitnehmerdaten in einem digitalen HR-Tool verarbeiten, können Sie per Mausklick die hierfür relevanten Infos abrufen und daraus individuelle Benefits schneidern. Damit der Obstkorb nicht zum Arbeitgeber-Alibi wird.

Top-Benefits für jedes Budget

Corporate Benefits sind hervorragende Mittel zur Mitarbeiterbindung. In dieser Vorlage finden Sie 21 Ideen für jeden Geldbeutel.

Nachhaltig einstellen: 3 Fakten, die Sie kennen müssen

Gäbe es ein HR-Unwort des Jahres hätte der „Fachkräftemangel“ sicherlich gute Chancen. Was also hilft gegen den schier aussichtslosen Kampf gegen potente Wettbewerber, wechselwillige Mitarbeitende und anspruchsvolle Kandidat:innen? Diese drei Fakten sprechen Bände:

Fakt 1 – Je schneller der Bewerbungsprozess, desto höher die Einstellungschance

58 Prozent aller Bewerber:innen haben schon einmal einen Bewerbungsprozesses für eine Stelle abgebrochen, die ihnen eigentlich gefallen hat. Knapp 42 Prozent war das Reaktionstempo des Unternehmens zu langsam.

Überprüfen Sie deshalb alle Bewerbungsoptionen auf Schwachstellen. Tempo schließt übrigens eine hohe Qualität nicht aus! In diesem Artikel lesen Sie, wie unsere Kollegen aus dem Recruiting Top-Positionen aus dem Tech-Bereich 40 Prozent schneller besetzen konnten – mit ein paar einfachen Anpassungen im Prozess.

Fakt 2 – Je besser das Onboarding, desto stärker die Mitarbeiterbindung

Schätzungsweise 20 Prozent aller neuen Mitarbeitenden kündigen innerhalb der ersten 45 Tage in einer neuen Rolle. Auf der anderen Seite bleiben 69 Prozent der Neueinsteiger:innen mit einem positiven Onboarding eher für drei Jahre oder länger im Unternehmen. Die Einarbeitung ist also eine essentielle Stellschraube, um Mitarbeitende zu halten.

In unserer Onboarding-Checkliste finden Sie alle Infos für einen optimalen Einarbeitungsprozess.

Fakt 3 – Top-Unternehmen rekrutieren nach Mindset

Das Fintech Klarna macht es vor: Talente werden dort nicht mehr nach Berufserfahrung oder Abschluss ausgewählt, sondern nach Mindset und Mentalität. Die fachlichen Qualifikationen könnten sich passende Kandidat:innen dann „on the Job“ aneignen. Im Bewerbungsprozess wird primär gecheckt, ob Unternehmenskultur und Mindset der Bewerbenden zusammenpassen. Für jede „Neue“ erstellt HR dann einen individuellen Entwicklungsplan.

Sie wollen nachlegen? Hier finden Sie passende Vorlagen und Leitfäden:

HR-Strategie: Bei wem noch Luft nach oben ist

Ok, die nächste Statistik ist gleichzeitig eine kleine Katastrophe und eine gigantische Chance. Denn: Sie können es besser machen! Laut HR Transformation Reports 2022 von NTT Data verschenken noch immer zahlreiche Unternehmen das strategische Potenzial ihrer HR. Die Gründe dafür erklärt die Studie:

  • Fast 50 Prozent der Teilnehmer:innen kämpfen mit problematischen Prozessen
  • Lediglich 38 Prozent verfügen über eine strategisch ausgerichtete HR
  • Gerade einmal 23 Prozent kennen die Wünsche und Bedarfe ihrer Belegschaft
  • Nur 7 Prozent arbeiten agil

Was kann HR hier unternehmen? Führen Sie in der Personalabteilung z.B. neue Rollen ein, mit denen agile Methoden implementiert, umgesetzt und gelebt werden können. Investieren Sie in die Entwicklung eigener agiler und digitaler Fähigkeiten.

Mithilfe digitaler Tools oder Plattformen können Sie grundsätzlich jeden HR-Prozess abbilden, digitalisieren und größtenteils auch automatisieren. Digitalisieren Sie also Ihre HR-Arbeit und gewinnen Sie damit endlich den nötigen zeitlichen Freiraum, um fundierte, strategische Entwicklungen anzustoßen.

Diese Artikel zeigen, wie Sie die HR-Digitalisierung anschieben

HR Strategie entwickeln

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