Erfolgreiches Personalmanagement: Der Treibstoff für Unternehmen

Personalversammlung

Modernes Personalmanagement dient dazu, die Organisation nachhaltig weiterzuentwickeln und so den Unternehmenserfolg zu sichern. 7 zentrale Gestaltungsfelder gibt es – wo fängt man also an?

Die Basis für strategisches Personalmanagement sind saubere Prozesse. Wie Personio helfen kann.

 

Personalmanagement, allein das Wort vermittelt ein Gefühl von Beständigkeit. In der Tat verbirgt sich hinter dem Begriff Personalmanagement etwas Großes: ein Sammelbecken aller personalen Lösungsmuster innerhalb einer Organisation. Doch in Zeiten der Digitalisierung stellen diese Lösungsmuster lediglich die aktuellen Handlungsoptionen und Gestaltungsnotwendigkeiten eines Unternehmens dar.

Die Hauptaufgabe des Personalmanagements ist es nun, diese Lösungen permanent an die veränderten Umstände anzupassen und bei Bedarf sogar völlig neu zu denken. Ziel ist es, die eigene Organisation nicht nur zu erhalten, sondern nachhaltig und erfolgreich weiterzuentwickeln. Aber der Reihe nach: Welche Aufgaben und Ziele verfolgt das moderne Personalmanagement?

Personalmanagement – die Definition

Das Personalmanagement vereint alle Strategien, Maßnahmen und Handlungsfelder der HR, die die Entwicklung des Unternehmens stützen sollen – auch mithilfe von Change Prozessen.
Ein großer Brocken also, für den auch andere Begriffe synonym verwendet werden, wie etwa Personalwesen, Workforce Management, Human Resource Management oder auch Personalwirtschaft.

Personalmanagement kann in großen Unternehmen auch als Synonym für die Personalabteilung stehen. Im Berufsalltag ist Personalmanagement allerdings nicht die exklusive Aufgabe dieser Abteilung, sondern sollte von allen Führungskräften ausgestaltet und durchgeführt werden.

Zu den zitierten „personalen Gestaltungsfeldern“ zählen fünf Bereiche:

Im Lauf der vergangenen Jahrzehnte hat das Themenfeld Personalmanagement erhebliche Bedeutungswandel und -erweiterungen erfahren. Zentrale Erkenntnis seit Anfang der 1990er Jahre: Der Mitarbeiter ist eine bedeutsame Ressource des Unternehmens. Heute hat sich im Personalmanagement die Erkenntnis durchgesetzt, dass jeder Mitarbeiter zum Unternehmenserfolg beiträgt. Und dies als Mensch und nicht als „Humankapital“.

Schritt 1 für strategisches Personalmanagement

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Die 7 Aufgabenfelder des Personalmanagements

In Zeiten eines Arbeitnehmermarktes, des fortschreitenden demographischen Wandels und des Fachkräftemangels muss Personalmanagement eine zentrale Aufgabe erfüllen: Alle Abteilungen müssen jederzeit mit qualifiziertem Fachpersonal besetzt sein. Denn ohne qualifizierte Mitarbeiter wird kein Unternehmen langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein. Personalmanagement ist somit ein zentraler Bestandteil des strategischen Marketings.

Daraus leiten sich folgende 7 Aufgabenfelder ab:

  1. Personalplanung
    Wie viel Personal wird benötigt? Welche Qualifikationen muss es mitbringen?
  2. Personalbeschaffung bzw. Recruiting
    Interne und externe Beschaffung von Personal über die passenden Kanäle
  3. Personalverwaltung und -kommunikation
    Alle Prozesse vom Onboarding bis zum Austritt; interne und externe Kommunikation mit Mitarbeitern
  4. Entlohnungsmanagement
    Alle Grundsätze der Entlohnung, vom Grundgehalt bis zum persönlichen Bonus
  5. Personalentwicklung und –bindung
    Alle Maßnahmen von Aus- und Weiterbildung, Job Enlargement, Job Enrichment und Job Rotation
  6. Personalbeurteilung
    Überblick über Leistungserbringung und Potenzialbetrachtung von Mitarbeitern
  7. Personalcontrolling
    Steuerung und Kontrolle aller personalwirtschaftlichen Prozesse anhand relevanter Kennzahlen

Als Ganzes betrachtet zielen diese sieben zentralen Gestaltungsfelder des Personalmanagements darauf ab, die Organisation nachhaltig weiterzuentwickeln und im Markt zu behaupten.

Diese Gestaltungsfelder können strategischer Natur sein – etwa Entlohnungsmanagement oder Personalentwicklung – oder nicht-strategischer, sondern transaktionsorientierter Natur sein – etwa Personalverwaltung und Personalcontrolling.

Was sind die 3 Hauptziele des Personalmanagements?

Sehen wir uns die Handlungsfelder an, wird klar: Ein funktionierendes Personalmanagement trägt deutlich zum Unternehmenserfolg bei. Eine starke HR, die sich als Business Partner versteht, wird deshalb im Wesentlichen drei Hauptziele formulieren, die strategische Bedeutung für das Unternehmen haben.

Ziel 1: Unternehmensziele und Mitarbeiterwünsche kennen und zusammenführen

Die Wünsche der Mitarbeiter mit den Businesszielen in Einklang zu bringen ist die Crux und Königsdisziplin des Personalmanagements. Dabei stehen soziale Bedürfnisse der Mitarbeiter (Freizeit, Familie usw.) den wirtschaftlichen Zielen des Unternehmens (Gewinnmaximierung, Expansion) oft entgegen, denn insbesondere jüngere Mitarbeitergenerationen sehen den rein ökonomischen Erfolgszwang eher kritisch. Hier gilt es für HR anzusetzen, zuzuhören, Bedenken ernst zu nehmen und Lösungsansätze im strategischen Rahmen umzusetzen.

Ziel 2: Hohe Mitarbeiterzufriedenheit erreichen und halten

Wenn es Ihnen im Personalmanagement gelingt, die Fluktuation möglichst gering zu halten und Sie die richtigen Mitarbeiter mit den passenden langfristig ans Unternehmen binden, machen Sie jede Menge richtig. Es ist mittlerweile in zahlreichen Studien belegt, dass ein zufriedener Mitarbeiter ein produktiverer und zugleich ein kreativerer Mitarbeiter ist. Nutzen Sie dafür alle Möglichkeiten der Mitarbeiterbindung – zeigen Sie Entwicklungswege auf, vermitteln Sie Perspektiven.

Ziel 3: Nachhaltigkeit durch Kostenreduktion erzielen und höhere Wettbewerbsfähigkeit sichern

Gelingt es dem Personalmanagement, Mitarbeiter glücklich zu machen und sie langfristig zu binden, erreichen Sie automatisch auch dieses Ziel – denn geringere Personalkosten sind eine direkte Folge. Sie müssen weniger Mitarbeiter rekrutieren, sie müssen weniger Neue einarbeiten, die Arbeitsausfälle durch Krankheit sinken gleichfalls. Die Folge sind geringere Kosten und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.

Das macht modernes Personalmanagement aus

Modernes Personalmanagement zeichnet sich durch den Mut und den Willen zur Veränderung aus. Die Zeiten, in denen Personal nur „verwaltet“ wurde, sind vorbei. Heute hat das Personalmanagement bei allen Aktivitäten stets die Unternehmensstrategie im Blick. Es unterstützt nicht nur Führungskräfte aller Organisationseinheiten operativ, sondern bindet diese mit einem möglichst vernetzten Angebot ein und macht sie so quasi „Personalbotschaftern“.

Nur wer im Personalmanagement ganzheitlich denkt und handelt, kann die Wechselwirkungen zwischen den Playern im Unternehmen austarieren und in eine gemeinsame, erfolgreiche Richtung lenken. Dazu trägt die Personalabteilung in erheblichem Umfang bei und wird so vom trockenen Verwalter standardisierter Unternehmensprozesse zum wichtigen Berater des Managements und zum langfristig denkenden Strategen.

Blick in die Zukunft gefällig?

Neue Trends im Personalmanagement sind oftmals Reaktionen auf die „driving forces“ der Gesellschaft. Globalisierung und Digitalisierung sind solche Kräfte, die eine permanente, flexible und agile Anpassung in den Unternehmen erfordern. Ein Gradmesser, ob diese Anpassung gelingt, ist die Unternehmenskultur. Kulturen, die stehenbleiben, können der technologischen Disruption und dem daraus resultierenden Wandel der sozialen Beziehungen nicht folgen. So sorgt etwa die Digitalisierung für immer mehr IT-basierte Prozesse. Für das Personalmanagement ergibt sich daraus eine Verschiebung der Prioritäten: Personaler müssen immer weniger verwaltungstechnische Standardaufgaben erledigen (dafür gibt es digitale Prozesse und Workflows) und können stattdessen den Fokus in ihrer Arbeit auf strategische Projekte legen.

Auch der reale Betrieb vor Ort und der konkrete Arbeitsplatz verlieren durch die Digitalisierung an Bedeutung. In Krisenzeiten wird dies im aller Deutlichkeit vorgeführt: Große Teile der Belegschaft arbeiten remote, was das Personalmanagement in den Aufgabenfeldern Diagnostik und Personalcontrolling vor neue Aufgaben stellt. Weil Mitarbeiter immer mehr Wert auf Selbstverwirklichung legen, stellen sich Talente, Kandidaten und Mitarbeiter heute (und ganz sicher morgen) vor allem eine Frage:

Wie attraktiv ist dieses Unternehmen für mich?

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Auch auf diese Frage muss das Personalmanagement eine gute Antwort finden. Zum Beispiel durch zielgerichtetes Employer Branding.