Repräsentative Umfrage zeigt: Dem öffentlichen Sektor drohen die Mitarbeitenden wegzulaufen

+++ 52 % der Mitarbeitenden im öffentlichen Sektor planen in den nächsten 12 Monaten den Job zu wechseln

+++ Kündigungsgrund Nr. 1: fehlende Aufstiegsmöglichkeiten

+++ 49 % sehen eigene Performance vom Arbeitgeber nicht ausreichend gewürdigt

München, 24.03.2022 – Eine aktuelle Studie im Auftrag von Personio zeigt, dass mehr als jeder zweite Mitarbeitende im öffentlichen Sektor innerlich gekündigt hat und mit dem Gedanken an einen Jobwechsel spielt. Ganze 52 % der Befragten können sich demnach vorstellen, in den nächsten 12 Monaten zu kündigen – in der freien Wirtschaft dagegen nur 42 %. Auch der öffentliche Sektor muss sich also immer stärker um Fachkräfte bemühen. Hinweise auf die Sicherheit des Arbeitsplatzes genügen offensichtlich nicht mehr.

Die Studie, für die insgesamt 1.000 Mitarbeitende (davon 305 aus dem öffentlichen Sektor) und 250 Personaler:innen (darunter 100 aus dem öffentlichen Sektor) befragt wurden, zeichnet ein drastisches Bild der aktuellen Karrierechancen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Nach den Gründen für ihren Wechselwillen gefragt, gab mehr als ein Drittel (35 %) fehlende Aufstiegsmöglichkeiten an. In der Privatwirtschaft wurde dieser Grund lediglich an dritter Stelle genannt. Zu den weiteren Topgründen zählen mangelnde Wertschätzung (31 %) sowie eine stressige Arbeitsumgebung (29 %). Dazu passt, dass sich 37 % der Mitarbeitenden im öffentlichen Sektor im vergangenen Jahr bei einer Beförderung übergangen fühlen (28 % im privaten Sektor). Ein ähnlich hoher Anteil (38 % vs. 28 % in der freien Wirtschaft) sagt, die Pandemie habe ihre Karriere ausgebremst.

Arbeitgeber scheinen sich der Problematik eines anstehenden Talentschwunds nur eingeschränkt bewusst zu sein: Lediglich vier von zehn Personalern sehen eine nahende Kündigungswelle als Problem. Nur für jeden Zweiten (52 %) stellt Mitarbeitendenbindung aktuell die größte Herausforderung dar. Eine Verbindung zu mangelnden Karrieremöglichkeiten scheinen die wenigsten zu sehen: Gerade einmal 15 % halten diese für eine ihrer größten Herausforderungen. Die Mehrheit stellt sich in Bezug auf die Personalentwicklung sogar ein gutes Zeugnis aus. 70 % der Personaler:innen sagen, sie seien gut darin, Erfolge zu erkennen und zu belohnen. 59 % glauben zudem, dass die Führungskräfte in ihrer Organisation Mitarbeitergespräche gut und effektiv durchführen. Die Mitarbeitenden sehen das jedoch anders: 49 % sind der Meinung, ihr Arbeitgeber würdige ihre Leistung nicht ausreichend. Jeder Vierte (26 %) hat seit Beginn der Pandemie kein regelmäßiges Feedback erhalten. Nicht verwunderlich, geben doch 51 % der Personaler:innen an, sie hätten nicht genügend Zeit für das Thema Personalentwicklung. 

Um sich den Themen Fachkräftemangel und Mitarbeitendenbindung noch stärker widmen zu können, wünschen sich 40 % der Personaler:innen vom Management mehr Daten und Auswertungen zu den Mitarbeitenden und den Ergebnissen der eigenen Organisation. Weitere 33 % wünschen sich mehr Zeit für Personalstrategie und Ressourcenplanung. 20 % bemängeln zudem schlechte HR- und Business-Software, wodurch sie nicht in dem Maße zum Erfolg ihrer Organisation beitragen können wie sie es gerne würden. 

Cassandra Hoermann, Head of Employee Experience bei Personio, rät Personaler:innen: “Der öffentliche Sektor sollte sich von der alten Annahme, Mitarbeitende blieben ihnen bis zur Rente erhalten, verabschieden. Jobsicherheit und ein gutes Gehalt werden in einem so umkämpften Arbeitsmarkt zur Selbstverständlichkeit. Vielmehr geht es Mitarbeitenden um Wertschätzung und Karrieremöglichkeiten. Erstklassige Leistungsbeurteilungen und Mitarbeitergespräche sind hier entscheidend. Diese zeigen nicht nur persönliche Pull- und Push-Faktoren auf. Sie helfen auch, Überlastung oder Frustration rechtzeitig auszumachen, Wertschätzung zu geben und passende Aufstiegsmöglichkeiten zu gewährleisten.“

Selbst wenn nicht alle Angestellten ihr Vorhaben zum Jobwechsel in die Tat umsetzen werden sollten, kann die geplante, die ‘innere’ Kündigung für Arbeitgeber im öffentlichen Sektor zum ernsthaften Problem werden, denn unmotivierte und unproduktive Mitarbeitende wären die Folge. Organisationen müssen ihre Personalabteilungen die nötigen Ressourcen, Budgets und digitalen Anwendungen an die Hand geben, um sie in der Verwaltung zu entlasten und ihre Organisationen für die Zukunft zu wappnen. 

Die vollständige Studie kann hier eingesehen werden.

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Im Oktober 2021 erhielt Personio eine Series E-Finanzierung und eine Bewertung von $6.3 Milliarden. Damit ist Personio nicht nur Europas wertvollstes HR-Tech-Unternehmen, sondern eines der wertvollsten deutschen Startups überhaupt.

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