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22. Oktober 2026
Die größten Kostentreiber im HR und was Ihr Status quo kostet

Alexandra Koken

Kurz gefasst: Die größten HR-Kosten entstehen durch Fluktuation (mindestens 43.000 € pro Austritt), innere Kündigung (volkswirtschaftlich in Deutschland rund 119 bis 142 Mrd. € pro Jahr), Präsentismus (2.394 € pro Mitarbeitenden und Jahr) und administrative Ineffizienz (39 % der HR-Ressourcen). Wer den Verwaltungsanteil in Richtung 15 bis 25 % senkt, gewinnt Kapazität für Mitarbeiterbindung.
Die Personalabteilung hat einen größeren Einfluss auf die Kosten des Unternehmens, als häufig gedacht. Die meisten sehen nur die Spitze des Eisbergs, wenn es um HR-Kosten geht. Die größten Kosten verstecken sich unter der Wasseroberfläche. Dieser Artikel zeigt Ihnen, was die größten Kostentreiber im HR kosten und wie Sie HR-Kosten senken können.
Inhalt
- 1Was kostet Ihr aktueller HR-Prozess? Die Kosten des Status quo auf einen Blick
- 2Die 4 größten HR-Kostentreiber im Detail
- 3Was sind Kostentreiber im HR
- 4Wie kann HR Einfluss auf die Kosten nehmen?
- 5Administrative Entlastung durch Prozessautomatisierung
- 6Business Case HR-Software: Kosten mit und ohne Software
- 7Kernaussagen auf einen Blick
- 8Häufig gestellte Fragen
Was kostet Ihr aktueller HR-Prozess? Die Kosten des Status quo auf einen Blick
Diese Tabelle zeigt, was die vier Kostentreiber je nach Unternehmensgröße kosten können. Die Werte sind Größenordnungen für ein Rechenbeispiel, keine Prognose für Ihr Unternehmen.
Kostenfaktor / Treiber | 50 Mitarbeitende | 100 Mitarbeitende | 250 Mitarbeitende | 500 Mitarbeitende | Quelle / Berechnungsgrundlage |
|---|---|---|---|---|---|
Fluktuationskosten (bei 10 % Quote) | 215.000 € | 430.000 € | 1.075.000 € | 2.150.000 € | 43.000 € pro Austritt (Wolf I.O. Group, Studie 2016) |
Kosten durch Präsentismus | 119.700 € | 239.400 € | 598.500 € | 1.197.000 € | 2.394 € pro MA und Jahr (Booz & Company für die Felix-Burda-Stiftung, 2011) |
Reine Fehlzeitenkosten | 59.850 € | 119.700 € | 299.250 € | 598.500 € | 1.197 € pro MA und Jahr (Booz & Company für die Felix-Burda-Stiftung, 2011) |
Administrativer HR-Aufwand | ca. 9.750 € | ca. 19.500 € | ca. 48.750 € | ca. 97.500 € | 39 % von 50.000 € HR-Gehalt (Kienbaum und DGFP, 2017), skaliert je 100 MA |
Annahmen zur Tabelle:
Bruttogehalt einer HR-Fachkraft: 50.000 € pro Jahr (ca. 29 € pro Stunde).
Fluktuation: 43.000 € pro Austritt als Mindestwert, enthalten sind Austritts-, Such-, Eintritts- und Opportunitätskosten. Die Studie von 2016 befragte Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden. Die Wolf I.O. Group nennt für Deutschland Fluktuationsquoten zwischen 9 und 20 %; die Tabelle rechnet mit 10 %. Wichtig: Die Folgestudie von 2026 nennt mindestens 102.014 €.
Gesundheit: Fehlzeiten (1.197 €) und Präsentismus (2.394 €) sind Durchschnittswerte pro Kopf und Jahr, Stand der Daten 2009.
Betreuungsverhältnis: 1 Vollzeit-HR-Fachkraft pro 100 Mitarbeitende. Kienbaum nennt im Durchschnitt 1:74, abhängig von der Unternehmensgröße.
Die Zeilen stammen aus verschiedenen Studien und Jahren, eine Summe ist deshalb nur eine grobe Orientierung.
Die 4 größten HR-Kostentreiber im Detail
Was kostet eine Kündigung?
Jeder Austritt kostet ein Unternehmen laut der Wolf I.O. Group (Studie 2016) im Durchschnitt mindestens 43.000 €. Die Befragung von Personalleitungen zeigt, wo das Geld bleibt:
Opportunitätskosten (Vakanz, Wissensabfluss, geringere Leistung in der Einarbeitung): 16.819 €, der größte Einzelposten
Suche und Auswahl: 10.706 €, rund ein Viertel der Gesamtkosten
Aufschlag für Fehlbesetzung: 7.178 €
Austritt und Eintritt (z. B. Freistellung, Abfindung, Schulung, Einrichtung): zusammen 8.366 €
Die Stellenanzeige ist also nur ein kleiner Teil der Rechnung. Eine Folgestudie der Wolf I.O. Group von 2026 beziffert die durchschnittlichen Mindestkosten inzwischen auf 102.014 € pro Austritt. Der Wert von 43.000 € in diesem Artikel ist damit eine konservative, ältere Orientierung.
Innere Kündigung: Demotivation in Zahlen
Innere Kündigung kostet die deutsche Volkswirtschaft laut Gallup Engagement Index 2025 jährlich rund 119 bis 142 Mrd. € an Produktivität. Das ist eine volkswirtschaftliche Zahl für ganz Deutschland, nicht der Wert für ein einzelnes Unternehmen. Hinzu kommt: Gallup sieht die Ursachen weniger bei den Beschäftigten als bei der Unternehmensführung.
Was kosten unmotivierte Mitarbeitende? Ein Beispiel zeigt die Größenordnung für eine einzelne Person. Annahme: Eine Person im Vertrieb mit 50.000 € Jahresgehalt erwirtschaftet 150.000 € Umsatz pro Jahr. Ist sie demotiviert oder innerlich ausgestiegen, bringt sie nur noch 70 % ihrer Leistung, also 105.000 € Umsatz. Der Verlust beträgt 45.000 € pro Jahr. In anderen Funktionen lässt sich der Verlust schwerer beziffern, er entsteht aber auch dort.
Kranke Mitarbeitende: Fehlzeiten und Präsentismus
Krankheitsbedingte Fehlzeiten kosten Unternehmen durchschnittlich 1.197 € pro Mitarbeitenden und Jahr, Präsentismus (Arbeiten trotz Krankheit) mit 2.394 € doppelt so viel. Zusammen sind das 3.591 € pro Kopf und Jahr. Die Zahlen stammen aus einer Studie von Booz & Company für die Felix-Burda-Stiftung aus dem Jahr 2011 (Datenbasis 2009).
Fehlzeiten (1.197 €): Kosten durch Abwesenheit kranker Beschäftigter. Hier hilft ein strukturiertes Fehlzeitenmanagement.
Präsentismus (2.394 €): Beschäftigte kommen trotz Krankheit zur Arbeit, sind dabei aber weniger produktiv und machen eher Fehler.
Volkswirtschaftlich in Deutschland beziffert die Studie den Schaden durch krankheitsbedingte Ausfälle auf 225 Mrd. € (Bruttowertschöpfungsausfall, Stand 2009).
Administrative Ineffizienzen: Der manuelle Zeitfresser
HR verliert laut Kienbaum-Studie (2017) rund 39 % der Ressourcen an Verwaltungsaufgaben. Das entspricht rechnerisch etwa drei Stunden pro Arbeitstag oder 19.500 € Gehaltswert pro Jahr bei 50.000 € Bruttojahresgehalt.
Gemeint sind Routinen wie Urlaubsanträge bearbeiten, Fehlzeiten in Excel-Listen eintragen sowie On- und Offboarding organisieren. Standardprozesse gehören zu den größten Zeitfressern im HR. Als Zielwert nennt Kienbaum 15 bis 25 %.
Was sind Kostentreiber im HR?
Kostentreiber im HR sind Faktoren im Personalmanagement, die im Unternehmen laufende Kosten verursachen oder erhöhen; zum Beispiel Austritte, nachlassende Leistung oder manuelle Verwaltung. Sichtbar sind direkte Ausgaben wie Stellenanzeigen, Software-Lizenzen oder Büroequipment. Die größeren Posten sind weniger sichtbar, weil sie als Produktivitätsverlust oder Mehrarbeit auftreten und in keinem Budget einzeln erscheinen.
Vier Kategorien prägen die HR-Kosten:
Mitarbeiterfluktuation: Austritte, Vakanzzeiten und Einarbeitungskosten
Innere Kündigung: Demotivation und geringere Leistung
Präsentismus und Fehlzeiten: Produktivitätsverlust durch Arbeiten trotz Krankheit sowie akute Ausfälle
Administrative Ineffizienzen: manuelle Papier- und Excel-Routinen und doppelte Datenpflege
Wie kann HR Einfluss auf die Kosten nehmen?
Daraus ergeben sich für HR-Verantwortliche zwei wichtige Stellschrauben, um Kosten einzusparen: administrative Prozesse vereinfachen und Fluktuation sowie innere Kündigungen minimieren, also Mitarbeiterbindung und Motivation stärken. Faktoren wie Büromaterial können Sie angesichts der oben genannten Summen vernachlässigen.
Fluktuation und innere Kündigungen reduzieren
Ausscheidende Mitarbeiter und innere Kündigungen gehören zu den größten Kostentreibern im HR. Um dem entgegenzuwirken, müssen Personaler Mitarbeiter stärker ans Unternehmen binden.
Angenommen Ihr Unternehmen hat 500 Mitarbeiter. Wenn Sie Ihre Fluktuationsrate nur um 3 % reduzieren, sind das 15 Mitarbeiter, die Sie pro Jahr in Ihrem Unternehmen halten können. Pro ausscheidenden Mitarbeiter kommen Kosten in Höhe von 43.000 € auf Sie zu. Ergebnis: Sie sparen 645.000 €, wenn Sie diese 15 Mitarbeiter an Ihr Unternehmen binden können.
Ausgangsbasis | Fluktuationssenkung | Gehaltene Mitarbeitende | Ersparnis pro Austritt | Gesamtersparnis Unternehmen |
|---|---|---|---|---|
500 Mitarbeitende | −3 % | 15 Beschäftigte | 43.000 € | 645.000 € |
Rechenbasis: 43.000 € Mindestkosten pro Austritt (Wolf I.O. Group, Studie 2016).
Aber wie binden HR-Verantwortliche ihre Mitarbeitenden? Pauschal lässt sich diese Frage nie beantworten. Mitarbeitende verlassen Unternehmen aus unterschiedlichen Gründen: eintönige Aufgaben, keine Herausforderungen, keine Lernkurve oder Entwicklung mehr, zu hoher Workload, Unzufriedenheit mit der Führungskraft und mehr. Das Resultat: Demotivation und infolgedessen die Kündigung.
Zwei Hauptanker für die Mitarbeiterbindung sind die Mitarbeiterförderung und die Führungskräfteentwicklung.
Mitarbeiterförderung gegen Fluktuation
Mitarbeiter können durch unterschiedliche Maßnahmen gefördert werden. Ein Hebel sind Weiterbildungen in Form von Seminaren und Coachings. Sie erweitern das Leistungsportfolio von Mitarbeitern, was sich in neuen abwechslungsreichen Aufgaben niederschlagen kann. Stellt man den 15 Mitarbeitern aus dem Beispiel oben ein Entwicklungsbudget von 1.500 € pro Kopf zur Verfügung, ergibt sich ein Invest von lediglich 22.500 €. Verglichen mit den Kosten der Fluktuation (645.000 €) ist dies ein Tropfen auf den heißen Stein. Ein professionelles und auf das Unternehmen abgestimmtes Performance Management ist für die Mitarbeiterbindung also unabdingbar.
Kosten-Nutzen-Vergleich (Szenario): Weiterbildung
Investition: 22.500 € Weiterbildungsbudget (15 gehaltene Mitarbeitende × 1.500 € pro Kopf)
Vermiedene Kosten: 645.000 € (siehe Tabelle oben)
Verhältnis: 645.000 € zu 22.500 € sind rund 28,7 : 1, also mehr als das 28-Fache (28-facher finanzieller Hebel) gegenüber dem Fall, dass die 15 Mitarbeitenden gehen
Annahme: Die Weiterbildung senkt die Fluktuation tatsächlich um 3 Prozentpunkte. Das Budget ist nur für die 15 gehaltenen Mitarbeitenden gerechnet; wer mehr Personen fördert, setzt entsprechend mehr an. Es handelt sich um ein Rechenbeispiel, nicht um eine Prognose.
Führungsqualitäten gezielt stärken
Als Beispiel für die Führungskräfteentwicklung können Sie rund 3.000 € pro Team-Lead und Jahr einplanen (zwei Seminare oder Coachings). Der tatsächliche Bedarf hängt von Format und Anbieter ab.
Eine gute oder schlechte Führung beeinflusst, ob Beschäftigte bleiben. Laut Gallup Engagement Index 2025 haben 77 % der Beschäftigten in Deutschland nur eine geringe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber. Die Gallup-Fachleute sehen die Ursache weniger bei den Beschäftigten als bei der Unternehmensführung. Welche Eigenschaften Führungskräfte dafür mitbringen sollten, zeigt der Engagement Index 2014:
Zugänglichkeit: Die Führungskraft ist stets ansprechbar, auch bei Themen jenseits der Arbeit.
Zuständigkeit: Die Führungskraft kennt die Aufgaben und Projekte der Mitarbeitenden, gibt ihnen die Verantwortung dafür und motiviert sie.
Zielorientiertes Handeln: Die Führungskraft legt den Fokus auf die Stärken der Mitarbeitenden und definiert zusammen mit ihnen Leistungsziele und Prioritäten.
Dieses Führungsverhalten fördert das Gefühl von Wertschätzung und trägt zur Mitarbeiterentwicklung bei. HR ist dabei in der Verantwortung, Initiative zu ergreifen und Führungskräfte entsprechend zu schulen.
Kosten-Nutzen-Vergleich (Szenario): Führungskräftecoaching
Investition: 3.000 € Coaching-Budget für 1 Team-Lead (2 Seminare oder Coachings pro Jahr)
Risiko: 86.000 € möglicher Schaden, wenn eine schwache Führung dazu führt, dass 2 von 10 Mitarbeitenden im Team kündigen (2 × 43.000 €)
Einordnung: In diesem Szenario übersteigt schon eine einzige verhinderte Kündigung (43.000 €) das Coaching-Budget (3.000 €)
Annahme: Das Coaching verbessert das Führungsverhalten so, dass die Kündigungen ausbleiben. Das ist ein Rechenbeispiel, keine Garantie.
Administrative Entlastung durch Prozessautomatisierung
Wie sollen sich HR-Teams strategischen Aufgaben widmen, wenn ein großer Teil ihrer Zeit in der Verwaltung steckt? Laut Kienbaum (2017) sollte der administrative Aufwand im HR 15 bis 25 % betragen, bei 15 % sind das etwa 1,2 Stunden pro Arbeitstag.
Aus der Erfahrung mit Personio-Kundenunternehmen entstehen die meisten Ineffizienzen durch manuelle Papierprozesse, unnötige Doppelarbeit und schlechte Datenablage. Dieselbe Tätigkeit wird dann mehrfach ausgeführt. Mit entsprechender Software lassen sich Prozesse wie Urlaubsanträge und vorbereitende Lohnbuchhaltung schlanker gestalten.
Automatisierte Prozesse vs. manuelle Routineaufgaben
Zu den täglichen To-dos von HR-Verantwortlichen gehören wiederkehrende Aufgaben wie die Lohnbuchhaltung vorzubereiten, Abwesenheiten einzutragen und Arbeitszeiten zu verwalten. Bei ca. 100 Mitarbeitern pro HR-Teammitglied kann die manuelle Bearbeitung Wochen dauern. Meistens ist dafür sogar eine Vollzeitkraft nötig.
Mit einer HR Software wie Personio können Sie diese Arbeitsschritte automatisieren. In unserer Personalabteilung konzentriert sich monatlich eine Person auf die Lohnbuchhaltung und wendet dafür ca. drei Tage für 100 Mitarbeiter auf. Abwesenheiten eintragen fällt für Personaler beispielsweise komplett weg, da dies der Mitarbeiter selbst über Employee Self Service übernimmt.
HR-Verwaltungsprozess | Manueller Status quo (Papier / Excel) | Automatisierter Prozess (HR-Software) | Konkrete Zeit- und Aufwandsersparnis |
|---|---|---|---|
Onboarding neuer Mitarbeitender | Bis zu 1 voller Arbeitstag für Equipment, Termine und Willkommens-E-Mails | 30 Minuten standardisierte Vorbereitung und automatische Aufgabendelegation | ca. 7 Stunden Zeitersparnis pro Neuzugang |
Abwesenheits- und Urlaubsverwaltung | Manuelles Eintragen in dezentrale Tabellen, Nachfragen bei Kolleginnen und Kollegen | Employee Self Service: Antrag und Genehmigung in 5 bis 7 Klicks | Reduktion auf unter 1 Minute pro Vorgang |
Vorbereitende Lohnbuchhaltung | Wochenlange manuelle Konsolidierung bei 100 Mitarbeitenden | Konzentrierte Bearbeitung von ca. 3 Tagen monatlich für 100 Beschäftigte | Kann den Bedarf an zusätzlicher Admin-Kapazität senken |
Personalaktenverwaltung | Manuelle Papierablage und Listenführung mit erhöhtem DSGVO- und Fehlerrisiko | Digitale Personalakte mit rollenbasierter Rechteverwaltung | Weniger DSGVO- und Fehlerrisiken |
Personio automatisiert Ihre HR-Prozesse

Das Versenden von E-Mails, Onboarding-Aufgaben erstellen oder Abwesenheiten eintragen: Mit Personio machen Sie das nur noch einmal – dann übernimmt unsere HR Software und automatisiert alle wiederkehrenden HR-Aufgaben.
Employee Self Service
Mit Employee Self Service tragen Mitarbeitende Abwesenheiten und Daten selbst ein. Ein Antrag auf Homeoffice oder eine Krankmeldung dauert mit fünf bis sieben Klicks nicht einmal eine Minute. HR-Teams müssen Informationen nicht mehr einsammeln, und Personalakten bleiben aktuell, ohne dass jemand Kolleginnen und Kollegen hinterherlaufen muss.
Onboarding
Strukturiertes Onboarding senkt die Vorbereitung von einem ersten Arbeitstag auf rund 30 Minuten. Sie bereiten Onboarding-Schritte einmal vor, automatisieren sie und delegieren pro Abteilung unterschiedliche Aufgaben an Ihre Kolleginnen und Kollegen. Das Onboarding neuer Mitarbeitender wird dadurch planbar.
Revisionssichere Datenverwaltung statt Listen-Chaos
Personaldaten in Excel-Listen zu verwalten ist umständlich und fehleranfällig, es erhöht auch das Datenschutzrisiko. Wer Zugriff hat und wer Daten ändert, ist schwer nachvollziehbar, und Fehler fallen oft nicht auf. In einer HR-Software vergeben Sie rollenbasierte Zugriffsrechte, sehen jederzeit, wer Zugriff auf welche Dokumente hat, und verringern das Fehlerrisiko.
Business Case HR-Software: Kosten mit und ohne Software
Eine HR-Software verändert vor allem, wie viel Zeit HR in Verwaltung steckt. Das Rechenbeispiel zeigt, wie viel Kapazität dadurch frei wird.
Berechnungsfaktor | Status quo: Manuelle Verwaltung | Mit HR-Software | Operativer Nutzen |
|---|---|---|---|
Monatlicher Zeitaufwand für Admin | 60 Stunden pro Monat (rund 38 % der Arbeitszeit) | 24 Stunden pro Monat (Reduktion auf den Kienbaum-Zielwert von 15 %) | 36 Arbeitsstunden pro Monat frei für Mitarbeiterbindung und strategische HR-Arbeit |
Interne Personalkosten für Admin | 1.740 € pro Monat (60 Std. × 29 €) | 696 € pro Monat (24 Std. × 29 €) | 1.044 € interne Arbeitskapazität pro Monat für wertschöpfende Aufgaben |
Rechenbasis: 1 Vollzeit-HR-Fachkraft mit 50.000 € Bruttojahresgehalt (ca. 29 € pro produktiver Arbeitsstunde bei rund 1.720 produktiven Stunden im Jahr) und 160 Stunden Monatsarbeitszeit, bei Betreuung von rund 100 Mitarbeitenden. 15 % gelten hier als Idealwert aus der Kienbaum-Spanne von 15 bis 25 %.
HR-Software verursacht laufende Lizenzkosten. Die 1.044 € an interner Arbeitskapazität, die pro Monat frei werden, können einen Teil dieser Kosten ausgleichen; ob vollständig, hängt von Umfang und Preis ab. Zusätzlich steht mehr Zeit für Mitarbeiterbindung zur Verfügung, die dem Risiko teurer Austritte (mindestens 43.000 € pro Fall) entgegenwirken kann.
Anbieter rechnen HR-Software häufig pro Mitarbeitenden und Monat ab (PEPM, Per Employee Per Month) und bieten modulare Pakete an, etwa für Stammdaten, Abwesenheitsverwaltung, Recruiting oder Lohnvorbereitung. So zahlen Unternehmen für die tatsächliche Zahl der Mitarbeitenden und die benötigten Workflows, nicht für ungenutzte Kapazität.
Die tatsächlichen Lizenzkosten variieren nach Belegschaftsgröße und Paket. Eine transparente Übersicht finden Sie auf der Personio Preisseite.
👉 Preise und Pakete auf der Personio Preisseite ansehen.
Argument für die interne Abstimmung
„HR kann den größten Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten, wenn wir unsere Mitarbeitenden binden. Denn jeder Austritt kostet uns laut Wolf I.O. Group im Schnitt mindestens 43.000 € (Studie 2016), nach der Studie von 2026 sogar mindestens rund 102.000 €. Dafür benötigen wir Zeit, die aktuell durch manuelle Routineprozesse gebunden ist. Eine moderne HR-Software übernimmt diese Verwaltungsaufgaben und setzt mehrere Stunden pro Woche für wertschöpfende Aufgaben frei.”
Nützliche Tipps finden Sie auch in diesem Artikel: Geschäftsführer überzeugen.
Kernaussagen auf einen Blick
Unsichtbare Kosten übersteigen sichtbare Budgets: Fluktuation und Präsentismus fallen höher aus als sichtbare Posten wie Stellenanzeigen oder Büromaterial.
Engagement zahlt sich aus: Unternehmen mit hohem Engagement sind laut Aon Hewitt 22 % erfolgreicher als ihre Konkurrenz. In den Rechenbeispielen übersteigt eine einzige verhinderte Kündigung das Budget für Coaching.
Verwaltung bindet HR-Ressourcen: 39 % der HR-Ressourcen (Kienbaum, 2017) entsprechen rechnerisch 19.500 € Gehaltswert pro Person und Jahr. Kienbaum nennt 15 bis 25 % als Zielwert.
Nichtstun erzeugt dauerhafte Opportunitätskosten: Papier- und Excel-Listen erhöhen das DSGVO- und Fehlerrisiko und binden Zeit, die für Mitarbeiterbindung und Recruiting fehlt.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die größten Kostentreiber im HR?
Die größten Kostentreiber im HR sind Fluktuation (mindestens 43.000 € pro Austritt), innere Kündigung, Präsentismus (2.394 € pro Mitarbeitenden und Jahr) und administrative Ineffizienz (39 % der HR-Ressourcen). Die meisten entstehen unsichtbar als Produktivitätsverlust und erscheinen in keinem Budget einzeln.
Was kostet eine Kündigung ein Unternehmen?
Ein Austritt kostet laut Wolf I.O. Group (Studie 2016) im Durchschnitt mindestens 43.000 €. Die Folgestudie von 2026 nennt mindestens 102.014 €. Den größten Anteil machen Opportunitätskosten durch Vakanz, Wissensabfluss und geringere Leistung in der Einarbeitung aus.
Wie kann ich HR-Kosten senken?
Sie senken HR-Kosten an zwei Stellen: Mitarbeitende halten, etwa durch Weiterbildung und gute Führung, und Verwaltungsroutinen verringern. Kienbaum nennt 15 bis 25 % Verwaltungsanteil als Zielwert, Personalabteilungen liegen laut Studie von 2017 im Schnitt bei 39 %.
Wie viel Zeit verbringt HR mit administrativen Aufgaben?
Laut Kienbaum-Studie (2017) entfallen 39 % der HR-Ressourcen auf Administration. Bei 50.000 € Jahresgehalt sind das rechnerisch rund 19.500 € pro Jahr und etwa drei Stunden pro Arbeitstag. Als Zielwert nennt Kienbaum 15 bis 25 %.
Lohnt sich HR-Software finanziell?
Das hängt von Lizenzkosten und Ausgangslage ab. Im Rechenbeispiel (1 HR-Fachkraft, rund 100 Mitarbeitende) werden pro Monat 36 Stunden beziehungsweise 1.044 € interne Kapazität frei, die einen Teil der Lizenzkosten ausgleichen können. Preise finden Sie auf der Personio Preisseite.
