5 Trends, die HR Manager 2020 auf Trab halten werden

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Mit all den Innovationen und Trends der Zukunft Schritt zu halten und gleichzeitig die tägliche Arbeit zu bewältigen, kann mühsam sein. Aber keine Sorge! In diesem Artikel haben wir 5 spannende HR-Trends für Sie zusammengefasst und zeigen Ihnen, wie diese Sie voranbringen können.

People Analytics: Fakten statt Bauchgefühl

People Analytics ist weder ein unbekanntes Konzept noch ein völlig neuer HR-Trend. Doch die meisten Personalabteilungen holen noch nicht das Beste aus ihren Daten heraus. Das muss sich 2020 ändern!

Unter People Analytics versteht man ein datengestütztes Personalmanagement. Durch die Nutzung und Analyse von Daten können Sie neue Erkenntnisse gewinnen und Entscheidungen treffen, die nicht auf Intuition oder reinem Bauchgefühl basieren, sondern auf objektiven Daten und Fakten. Deswegen ist People Analytics auch ein so wertvolles Werkzeug zur Problemlösung.

Wie starten Sie am Besten mit People Analytics?

Am Anfang sollte immer eine Frage oder ein konkretes Problem, das HR lösen will, im Vordergrund stehen, z. B.:

  • Wie können wir die Fluktuation reduzieren?
  • Können wir eine höhere Produktivität erzielen? Und wie?

Die Probleme fallen laut Daniel Mühlbauer von functionHR immer in eine von drei Kategorien: Finding talent, growing talent oder keeping talent.

Nachdem Sie Ihre Probleme definiert haben, sollten Sie eine Art Daten-Inventur machen: Welche Daten und Kennzahlen sind bereits im Unternehmen vorhanden und welche benötigen Sie noch? Zentral ist hier, die relevanten Inhalte für die zuvor identifizierten Probleme möglichst optimal zu messen. Hier kann eine HR Software helfen, mit der automatisch alle wichtigen Kennzahlen erfasst und Daten sauber gesammelt werden.

Erfahren Sie hier, wie HR Analytics mit Personio funktioniert.

Es reicht jedoch nicht aus, die Daten nur vorliegen zu haben. Unternehmen müssen im nächsten Schritt aus diesen Daten relevante Erkenntnisse gewinnen und Schlussfolgerungen ziehen – und diese dann auch umsetzen. Reagieren Sie auf Ihren analysierten Optimierungsbedarf und stecken Sie sich neue, ambitionierte Ziele!

Fazit: Daten können Ihr Unternehmen und Ihre Ziele unterstützen und voranbringen. Nutzen Sie Ihre vorhandenen Daten und Analysetools, um Ihre Ziele für das Personalmanagement zu erreichen und um mit Ihnen vor der Geschäftsleitung zu argumentieren. So stärken Sie zusätzlich Ihren Stellenwert im ganzen Unternehmen.

Mitarbeiter-Engagement: Angestellte in den Fokus rücken

Ein Unternehmen ist immer nur so gut wie seine Mitarbeiter. Vor allem engagierte Mitarbeiter können ein enormer Erfolgsfaktor sein. Doch damit sie ihr Potenzial voll entfalten und Gewinn bringen können, muss die Bindung zum Unternehmen stimmen. Heißt: Mitarbeiter sollten ihre Beziehung zum Unternehmen als sinnvoll und bedeutsam erleben. Nur so kann ein hohes Level an Leistungsbereitschaft, Beteiligung und emotionaler Bindung garantiert werden.

3 Tipps: Crashkurs für die Mitarbeiterbindung

  1. Um sicherzustellen, dass Mitarbeiter engagiert sind, muss zunächst klar und verständlich für sie sein, was das Ziel des Unternehmens ist.
  2. Daran anknüpfend müssen die Mitarbeiter überzeugt davon sein, dass sie mit ihrer individuellen Arbeit zur Erreichung dieses Ziels beitragen können und motiviert sein, dieses Ziel auch zu erreichen.
  3. Kontinuierliche Feedback- und Mitarbeitergespräche sowie Mitarbeiterbefragungen leisten in jedem Fall einen wichtigen Beitrag dazu, wertvolle Hinweise darüber zu erlangen, wie zufrieden Ihre Mitarbeiter sind und was sie bewegt. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich wiederum konkrete Handlungsmaßnahmen ableiten.

Download: Kostenlose Vorlage für die Mitarbeiterbefragung

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Eine Mitarbeiterbefragung liefert Ihnen wertvolle Hinweise über die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter. Nutzen Sie dieses exemplarische Fragenset, um langfristig deren Engagement und Zufriedenheit zu steigern.

Fazit: Wenn sich Ihre Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen, sind sie stärker ans Unternehmen gebunden und engagieren sich mehr. Das steigert die Leistung und macht Sie als Unternehmen erfolgreicher. Also: Voller Fokus 2020 auf das Mitarbeiter-Engagement!

Individuelle Weiterbildung: Gemeinsam wachsen

Arbeitnehmer sind mittlerweile auf der Suche nach viel mehr als nur einem angemessenen Gehalt. Sie wollen gleichzeitig einen Arbeitgeber, der in sie und ihre Karriereentwicklung investiert. Das ist Ihre Chance, als Arbeitgeber zu glänzen! Denn Interesse an der beruflichen und persönlichen Entwicklung seiner Mitarbeiter zu haben ist eine der besten Möglichkeiten, um zu zeigen, dass Sie Ihre Mitarbeiter schätzen.

Fehlende Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten gehören zu den wichtigsten Gründen, weshalb Mitarbeiter ein Unternehmen verlassen (Quelle: Work Institute).

Personalentwicklungsmaßnahmen sorgen dafür, dass Mitarbeiter attraktive Zukunftsperspektiven haben, einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten und motiviert bleiben. Coaching- und Mentoringprogramme sowie Trainingsmöglichkeiten sind beispielsweise wertvolle Instrumente, wenn es darum geht, seine Mitarbeiter bei der Weiterentwicklung zu fördern und deren volles Potential auszuschöpfen.

Nutzen Sie Mitarbeitergespräche, um herauszufinden, wie Ihre Mitarbeiter sich und ihre Karriere im Unternehmen sehen und wohin sie sich entwickeln möchten. Das 360-Grad-Feedback eignet sich ebenfalls gut, um ein stichhaltiges Bild darüber zu bekommen, wo die eigenen Kompetenzen und Entwicklungsmöglichkeiten liegen.

Fördern Sie eine Kultur, die es Mitarbeitern ermöglicht, ihre eigene Karriereentwicklung mitzugestalten und individuell voranzubringen. Bei Personio beispielsweise bekommen Festangestellte ein Entwicklungsbudget, über das sie frei verfügen können. Die HR-Abteilung steht dabei, genauso wie die fachlichen Vorgesetzten, beratend zur Seite.

Oli Krüger Personio

Damit sich Mitarbeiter bei Personio fachlich und persönlich entwickeln, geben wir ihnen verschiedene Tools an die Hand. Mit unserem Entwicklungsangebot bleiben wir auch als Arbeitgeber attraktiv.“ Oliver Krüger, Teamlead HR

Fazit: Eine systematische Personalentwicklung stellt eine Win-Win-Situation dar, denn es profitieren sowohl die Mitarbeiter, die eine attraktive Förderung und Weiterbildung erhalten, als auch das Unternehmen, das Ressourcen optimal einsetzen und seine Geschäftsziele erreichen kann.

Mitarbeiter bei der Entwicklung fördern

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Mit dieser Vorlage unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter, über die eigene Leistung zu reflektieren, einen Karriereplan zu schreiben und so ihre Entwicklung eigenverantwortlich zu steuern.

Corporate Culture: Mit einer starken Kultur zum Erfolg

Eine starke Unternehmenskultur ist die Basis für Erfolg: Nach innen gerichtet sorgt sie dafür, dass Mitarbeiter sich mit dem Unternehmen identifizieren, wohlfühlen und engagiert sind. Nach außen gerichtet hilft sie, effizient die richtigen Talente anzuziehen und einzustellen.

Eine Organisationskultur lässt sich anhand folgender Fragen greifbar machen:

  • Wofür steht die Organisation und was ist der Organisation wichtig?
  • Wie wird Führung gelebt?
  • Wie werden Entscheidungen getroffen?
  • Wie zeigen Sie Ihre Wertschätzung für den Einsatz Ihrer Mitarbeiter?

Die Unternehmenskultur ist also so etwas wie der Charakter eines Unternehmens, der sich auf verschiedene Weisen zeigt.

In Unternehmen mit starker Kultur bewerten Mitarbeiter die Mission und die Werteorientierung, das Arbeitsumfeld und die Zusammenarbeit um 20% besser als Angestellte anderer Unternehmen (Quelle: CultureIQ).

Wie gestalten Sie eine starke Unternehmenskultur?

  • Definieren Sie zunächst Ihre Blickrichtung: Machen Sie sich zukünftige Herausforderungen bewusst, denen Ihr Unternehmen oder Ihre Branche gegenübersteht. Welche Werte und Verhaltensweisen im Unternehmen brauchen Sie, um derartige Herausforderungen gut zu meistern und welches Ziel soll mit der Kultur übergeordnet erreicht werden?
  • Ermitteln Sie in diesem Zuge auch Ihren Status Quo: Wie sieht die aktuelle Kultur im Unternehmen aus?
  • Sammeln und definieren Sie im Anschluss Ihre angestrebten Werte und verankern Sie diese langfristig im Unternehmen. Ihren Fokus sollten Sie dabei zunächst auf wichtige Konzepte wie Führungsgrundsätze, die Art und Weise, wie im Unternehmen kommuniziert wird, und die Organisationsstruktur legen.

Download: Praxisleitfaden Unternehmenskultur

Unternehmenskultur-Praxisleitfaden

Wie Sie im Detail eine kraftvolle Unternehmenskultur erschaffen, können Sie in unserem Unternehmenskultur-Praxisleitfaden nachlesen. Hier erhalten Sie hilfreiche Experten-Einblicke, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und zahlreiche Praxisbeispiele.

Die Übernahme sozialer Verantwortung und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen sind weitere relevante Punkte, mit denen sich Unternehmen in puncto Unternehmenskultur beschäftigen sollten. Initiativen und Angebote für Mitarbeiter, sich freiwillig für solche Themen einbringen zu können, sind ein immer wichtiger werdender Bestandteil der Arbeitgebermarke – insbesondere für jüngere Generationen (Quelle SHRM).

HR kann bei der Förderung und Unterstützung von Unternehmens- und Mitarbeiteraktivismus eine entscheidende Rolle spielen. Wie? Durch die Organisation und Implementierung entsprechender Aktivitäten wie beispielsweise die Teilnahme am Global Climate Strike oder Initiativen zur Reduzierung des Energieverbrauchs innerhalb des Unternehmens.

Fazit: Eine passende Unternehmenskultur ist die Basis für Ihren Erfolg: Sie wirkt sich positiv auf die Motivation, Zufriedenheit und Produktivität Ihrer Mitarbeiter aus. Außerdem spielt sie eine wesentliche Rolle, wenn es um den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens geht.

Gesundheit am Arbeitsplatz: Wohlbefinden an erster Stelle setzen

Gesundheit und Wohlbefinden von Mitarbeitern rücken immer mehr in den Fokus. Viele Unternehmen arbeiten bereits daran, die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter bestmöglich zu erfüllen. Vor allem jüngere Generationen erwarten mittlerweile, dass Arbeitgeber in ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden investieren.

Die Gesundheitsförderung eines Unternehmens leistet einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Mitarbeiter-Produktivität und langfristig zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Denn ob Mitarbeiter leistungsbereit und -fähig sind, hängt mit ihrem körperlichen und psychischen Wohlbefinden zusammen.

Genau hier kommt betriebliches Gesundheitsmanagement ins Spiel. Als strategisches HR-Tool verfolgt es das Ziel, die Gesundheit und Motivation von Mitarbeitern langfristig zu stärken und zu erhalten – etwa durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen oder des Arbeitsumfeldes.

Neben der Bereitstellung von Gesundheitsleistungen und -angeboten, wie beispielsweise Stehschreibtischen oder Kooperationen mit Wellness-Dienstleistern, sollten Unternehmen im Rahmen Ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements insbesondere auch auf die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter achten. Denn Stress und Stressfaktoren schaden nicht nur der individuellen psychischen und körperlichen Gesundheit des Mitarbeiters, sondern führen langfristig zu Ausfällen und damit zu weitreichenden Konsequenzen für das Unternehmen. Geeignete und ausgereifte Angebote für Stressbewältigung am Arbeitsplatz, Burnout Prävention, Entspannung und Konfliktlösung können hier Abhilfe schaffen.

Fazit: Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter ist für Unternehmen ein essentieller Wirtschaftsfaktor. Investieren Sie in das Thema und leben Sie es selbst vor! Mit den richtigen Maßnahmen und Angeboten können Sie in Zukunft bei Ihren Mitarbeitern punkten und sich zudem von Wettbewerbern absetzen.

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