8. September 2026

Jede fünfte Lohnabrechnung in Deutschland ist fehlerhaft

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München, 8. September 2026. In deutschen Unternehmen ist im Schnitt jede fünfte Lohnabrechnung beim ersten Anlauf fehlerhaft. Das zeigt eine umfassende Studie von Personio, für die Censuswide im April 2026 1.200 Payroll- und HR-Verantwortliche sowie CFOs in Deutschland befragt hat.

Die Folgen der fehlerhaften Lohnabrechnung binden spürbar Kapazität: Korrekturen kosten Unternehmen im Schnitt 8 Stunden pro Monat, bei Unternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitenden sind es 11,6 Stunden – fast anderthalb Arbeitstage. Bei fast jedem zweiten Fehler dauert die vollständige Behebung länger als einen Arbeitstag. In der Gesamtrechnung entstehen so, je nach Unternehmensgröße, Kosten zwischen 11.220 und 20.670 Euro pro Jahr. Besonders betroffen sind kleine Unternehmen. Setzt man die Fehlerkosten ins Verhältnis zu den Mitarbeitenden, so kommt bei Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden auf jeden Euro, der in die Lohnabrechnung fließt, ein zweiter bis dritter für die Beseitigung von Fehlern hinzu.

„Lohnabrechnung wird oft als reine Verwaltungsaufgabe abgetan, dabei ist sie einer der komplexesten Prozesse im Unternehmen und für viele CFOs einer der größten Pain Points", sagt Tu Nguyen, CFO von Personio. „Die Zahlen zeigen, dass viel Zeit und Geld in Korrekturen fließt, die eigentlich strategischer Arbeit gewidmet werden sollten. Noch viel gravierender ist für Unternehmen jedoch der Vertrauensverlust. Stimmt das Gehalt nicht, wird schnell die Verlässlichkeit des Arbeitgebers hinterfragt und ein neuer Job gesucht."

Geprüft werden viele Unternehmen in Deutschland, 4 von 5 hatten in den letzten zwölf Monaten einen Audit. Fast jedes vierte Audit deckt gravierende Mängel auf. Reagieren wollen Unternehmen darauf vor allem mit Künstlicher Intelligenz: 40 Prozent der Unternehmen wollen zunächst in KI-Anwendungen investieren, dabei häufen sich Fehler laut Studie vor allem an Datentransfers zwischen Systemen, etwa bei variabler Vergütung, Ein- und Austritten oder Exporten an externe Lösungen. KI kann diese Probleme nicht lösen, denn sie braucht eine saubere Datenbasis – im schlimmsten Fall beschleunigt KI nur das bestehende Chaos.

„Wer eine fehlerfreie Lohnabrechnung möchte, muss ein stabiles Fundament aus sauber fließenden Daten schaffen. Darauf können dann Technologien wie KI ihre volle Wirkung entfalten – mit positiven Folgen für das ganze Unternehmen", sagt Nguyen. "Denn Fachkräfte in der Lohnabrechnung sind knapp. Smarte Lösungen entlasten die eigenen HR-Teams und helfen, gute Mitarbeitende zu halten."

Entdecken Sie den Bericht

Methodik

Für den Payroll Benchmark Report 2026 hat das Marktforschungsinstitut Censuswide im Auftrag von Personio vom 10. bis 16. April 2026 1.200 Payroll- und HR-Verantwortliche sowie CFOs in deutschen Unternehmen (1 bis über 2.000 Mitarbeitende) zum Status quo der Entgeltabrechnung hinsichtlich Genauigkeit, Kosten und Risiken befragt.

Über Personio

Personio ist Europas führende HR- und Lohnbuchhaltungsplattform, die von mehr als 16.000 Unternehmen mit 1,6 Millionen Beschäftigten genutzt wird. Personio wurde 2015 in München gegründet und verfügt heute über 6 Standorte in Europa mit mehr als 1.500 Mitarbeitenden. Personio unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der täglichen HR-Arbeit und bereitet sie gleichzeitig darauf vor, ihre Organisationen durch die bevorstehende KI-Transformation zu führen.