Payroll Benchmark Report 2026 und Abfindungen bei BMW & Co.

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Payroll-Prozesse auf dem Prüfstand und Abfindungen in der Automobilbranche

Eine fehlerfreie Lohnabrechnung gilt in Unternehmen oft als selbstverständlich. Der Payroll Benchmark Report 2026 zeigt jedoch, dass zwischen diesem Eindruck und der tatsächlichen Prozessqualität eine deutliche Lücke besteht. Gleichzeitig prägen freiwillige Abfindungsprogramme großer Automobilhersteller die öffentliche Debatte über Restrukturierungen. Beide Entwicklungen werfen die Frage auf: Wie können Unternehmen Risiken reduzieren und gleichzeitig verantwortungsvoll handeln?

Payroll Benchmark Report 2026: Wo Unternehmen heute stehen

Für den Payroll Benchmark Report 2026 wurden 1.200 Payroll- und HR-Verantwortliche sowie CFOs in Deutschland befragt. Das Ergebnis: Viele Unternehmen vertrauen auf funktionierende Payroll-Prozesse, obwohl die Daten ein anderes Bild zeichnen.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • 87 % gehen davon aus, dass ihre Lohnabrechnung zuverlässig funktioniert.

  • Tatsächlich liegt die First-Time-Right-Rate bei lediglich 81 %.

  • Nur 11 % der Unternehmen erreichen eine Quote von mindestens 95 %.

  • Daraus ergibt sich ein sogenannter Confidence Gap – die Lücke zwischen subjektiver Einschätzung und tatsächlicher Prozessqualität.

Wo die größten Risiken in der Payroll entstehen

Nicht die gesetzlichen Vorgaben sind die häufigste Fehlerquelle, sondern Medienbrüche und manuelle Arbeitsschritte entlang des gesamten Payroll-Prozesses.

Besonders anfällig sind unter anderem:

  • Änderungen von Arbeitsverträgen

  • Ein- und Austritte von Mitarbeitenden

  • variable Vergütungsbestandteile

  • Datenübergaben zwischen HR, Zeiterfassung, Finance und Payroll

  • Excel-basierte Zwischenschritte und doppelte Dateneingaben

Die Folgen reichen von zusätzlichem Arbeitsaufwand bis hin zu finanziellen und rechtlichen Risiken.

Welche Auswirkungen fehlerhafte Prozesse haben

Der Report zeigt:

  • Fehler verursachen – abhängig von der Unternehmensgröße – jährliche Kosten zwischen 11.220 und 20.600 Euro.

  • Payroll-Teams investieren durchschnittlich acht Stunden pro Monat in Korrekturen.

  • 79 % der Unternehmen wurden innerhalb eines Jahres geprüft.

  • Bei fast jedem fünften Audit wurden erhebliche Mängel festgestellt.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass Unternehmen ihre Prozesse zunächst vereinfachen und Datenflüsse verbessern sollten, bevor sie zusätzliche Technologien oder KI-Lösungen einführen.

Abfindungen: Warum Schlagzeilen oft ein verzerrtes Bild vermitteln

Große Abfindungsprogramme bei BMW, Mercedes oder Volkswagen dominieren derzeit die Berichterstattung. Sie spiegeln jedoch nicht den Durchschnitt auf dem deutschen Arbeitsmarkt wider.

Die wichtigsten Fakten

  • Die durchschnittliche Abfindung liegt bei 7.393 Euro brutto.

  • Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 45,5 %.

  • 47 % der Beschäftigten erhalten nach einer Kündigung gar keine Abfindung.

  • In kleineren Unternehmen trifft das sogar auf 60 % der Betroffenen zu.

Die tatsächliche Höhe hängt unter anderem von der Betriebszugehörigkeit, dem Einkommen, der Position sowie der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens ab. Deshalb lassen sich freiwillige Programme großer Konzerne nicht auf andere Arbeitgeber übertragen.

Was Unternehmen daraus ableiten können

Ob Payroll oder Restrukturierung: Entscheidend sind belastbare Prozesse und transparente Kommunikation.

Dazu gehören insbesondere:

  • Payroll anhand klarer Kennzahlen steuern

  • Manuelle Schnittstellen konsequent reduzieren

  • Führungskräfte auf Trennungsprozesse vorbereiten

  • Beschäftigte frühzeitig und nachvollziehbar informieren

  • Trennungen respektvoll gestalten und die langfristige Arbeitgebermarke im Blick behalten

Quellen:

“Das HR-Briefing" ist der wöchentliche HR-Podcast für Personaler:innen und Führungskräfte – powered by Personio.

Weitere Infos zum Podcast, den Hosts und Personio findest du hier: https://www.personio.de/hr-briefing/

Du hast Fragen, Feedback oder spannende Themen-Vorschläge? Kontaktiere uns unter: hr-briefing@personio.de

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