Noch nicht digitalisiert? Das sind die Konsequenzen des Wartens

Das kostet Sie die Nicht-Digitalisierung

Plötzlich auftretende Krisensituationen wie Corona zeigen, wie wichtig ein flexibles und agiles HR ist. Digitale Prozesse sind dafür das Non plus ultra, doch noch zu viele Unternehmen zögern die digitale Transformation ihres HR-Bereichs hinaus. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche Konsequenzen das für Ihr HR und Ihren Unternehmenserfolg hat.

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Warum digitalisieren?

Dass Unternehmen in vielen Bereichen von digitalen Prozessen profitieren, wird immer stärker deutlich. Laut dem Digitalisierungsindex 19/20 berichten KMUs von einfacheren Prozessen, mehr Neukunden und mehr Umsatz. Doch der HR-Bereich ist oft ein Nachzügler, bei dem die digitale Transformation auf die lange Bank geschoben wird.

Digitalisierte HR-Prozesse machen den Personalbereich um 20 % bis 30 % effizienter, steigern die Mitarbeiterbindung und machen Unternehmen 22 % erfolgreicher als die Konkurrenz.

 

Dabei ist ein digitalisierter HR-Bereich ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Sie legen damit die Grundlage, um effiziente Arbeitsprozesse für das ganze Unternehmen zu schaffen. Für Personaler bedeutet das vor allem mehr Freiraum, um sich auf die wichtigste Ressource im Unternehmen konzentrieren zu können: die Mitarbeiter.

HR ist noch zu zaghaft

Leider gehört das Personalwesen immer noch zu den Bereichen, in denen Entscheidungen sehr langsam getroffen werden, vor allem wenn es um die Entwicklung von neuen Prozessen, Maßnahmen und Tools geht. Beim Wort “Digitalisierung” zucken viele zusammen oder rollen die Augen: zu viel Aufwand, zu teuer und kein ersichtlicher Anlass, die Dinge jetzt zu ändern.

Doch Personaler und Geschäftsführer müssen erkennen, dass diese langsamen Entscheidungen einen großen negativen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens haben. Das betrifft Bereiche wie Mitarbeiterbindung, Training oder langsames Hiring. Je länger Sie warten, desto teurer wird es. Aus diesem Grund ist es essentiell für HR, sich vor Augen zu führen, welche Schäden das Warten mit der Digitalisierung wirklich anrichtet.

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Die 6 Konsequenzen des Nichts-Tuns

Probleme lösen sich selten in Luft auf, wenn man sie nicht aktiv und frühzeitig angeht. Im Gegenteil: Sie stapeln und verstärken sich im Laufe der Zeit und führen letztendlich zu einem Totalschaden. Wir zeigen Ihnen mit dieser Liste, was passieren kann, wenn Sie länger mit der digitalen Transformation Ihres HR-Bereichs warten.

1. Schäden tauchen immer wieder auf

Wenn Sie zum Beispiel einen holprigen Onboarding-Prozess haben, bei dem Sie viel Zeit in die manuelle Planung investieren müssen und Ihre Kollegen Onboarding-Aufgaben zu spät umsetzen, dann kann das zu einem unvorbereiteten Arbeitsplatz, fehlendem Equipment und einem unorganisierten ersten Tag führen.

Die Folge ist, dass sich der neue Mitarbeiter bereits zum Start unwohl und sich somit weniger an das Unternehmen gebunden fühlt. Zudem dauert es länger, bis er voll produktiv arbeitet, was wiederum schlecht für Ihren Umsatz ist.

Wenn Sie solche Prozesse nicht direkt aufräumen, verschlimmert sich der Schaden von Jahr zu Jahr und macht Sie ineffizienter und ineffizienter.

2. Schäden eskalieren exponentiell

Personaler verbringen 42 % ihrer Zeit mit Verwaltungsaufgaben, wie eine Studie von Bitkom im Auftrag von Personio zeigt. Kein Wunder, dass wichtige Maßnahmen wie die Führungskräfteentwicklung auf die lange Bank geschoben werden (müssen). Doch das ist teuer.

Stellen Sie sich vor, eine schlechte Führungskraft stellt nicht nur unpassende Mitarbeiter ein, sondern schafft es auch nicht, aus bestehenden Mitarbeitern das größte Potenzial herauszuholen. Das schwächt Ihr Unternehmen, schadet dem Unternehmenserfolg und mindert den Umsatz.

3. Verzögertes Umsatzwachstum

Unternehmen, insbesondere KMUs, berichten von 42% mehr Umsatz durch digitalisierte Prozesse. Heißt auch im Umkehrschluss: Wenn Sie länger mit der Digitalisierung warten, entgeht Ihnen dieser Umsatz – und weitere Vorteile, die mit einem digitalisierten HR-Bereich einhergehen.

Projekte werden später abgeschlossen, weil Ihnen z. B. aufgrund von langsamem Recruiting IT-Personal fehlt. Das wirkt sich negativ auf Ihren Umsatz aus. Mit einem digitalisierten Recruiting-Prozess ändert sich das. Sie bekommen zum Beispiel mehr zuverlässige Daten zu der Performance Ihrer Recruiting-Kanäle und können so schneller mehr in erfolgreiche Kanäle investieren, was Ihr Hiring ankurbelt.

Oder: Wenn Sie es mit digitalisierten und damit effizienteren Recruiting-Prozessen schaffen, Vertriebspositionen innerhalb von 30 statt 40 Tagen zu besetzen, gewinnen Sie zehn Tage, in denen Ihr Produkt aktiv verkauft werden kann.

4. Der Wettbewerb zieht davon

Der Digitalisierungsindex 19/20 zeigt, dass immer mehr KMUs die Vorteile der Digitalisierung erkennen und unterschiedliche Unternehmensbereiche digitalisieren. Bedeutet für Sie: Je länger Sie mit der Digitalisierung Ihres HR-Bereichs warten, desto weiter zieht der Wettbewerb bei Themen wie Employer Branding, Mitarbeiterbindung und Recruiting davon. Denn bei Ihren digitalisierten Kollegen kümmert sich Software um lästige Verwaltungsarbeit und sie selbst haben mehr Zeit für People-Themen.

5. Den Rückstand aufzuholen, wird unmöglich

Eine bittere, aber bei weitem nicht unmögliche, Konsequenz des Nichts-Tuns ist, dass Sie es gar nicht erst schaffen, den Wettbewerb einzuholen. Wenn sich zum Beispiel ein anderes Unternehmen aus derselben Branche eine top Employer Brand aufgebaut hat, werden sie zum Kandidatenmagneten und dominieren das Recruiting-Feld. Auch nach Jahren wird es schwer für Sie werden, dasselbe Level zu erreichen wie Ihre Branchenkollegen.

6. Die rasche Aufholjagd führt zu Fehlern

Stellen sie sich vor, sie merken, dass Datenschutz ein echtes Problem in Ihrem HR Management und Recruiting darstellt. Sie müssen Ihre Prozesse binnen kürzester Zeit umstellen und vielleicht sogar externe Consultants hinzuziehen, was noch mehr Kosten verursacht. Das Problem wird zur Krise!

Jeder Beteiligte muss adhoc seine Ressourcen für die Löschung des Feuers blocken (hallo Personalkosten!) und Entscheidungen, z. B. für Software-Anbieter, werden womöglich über’s Knie gebrochen. Nicht immer sind das dann die richtigen, sodass Sie sich dann für die erstbeste Lösung entscheiden, die dann evtl. enttäuscht.

Ihr HR-Image zahlt einen hohen Preis

Als Personaler sind Sie der Motor des Unternehmenserfolgs, denn Sie finden, binden und entwickeln die wichtigste Ressource im Unternehmen: die Mitarbeiter. Ohne deren Leistung, auf die Sie aktiv Einfluss nehmen können, geht nichts. Werden Sie diesem Bild gerecht, indem Sie die Personalabteilung und alle damit einhergehenden Prozesse digitalisieren und damit aktiv auf die Effizienz und Produktivität im Unternehmen einzahlen.

Denn wer zaghaft und passiv bleibt, riskiert neben dem finanziellen Schaden auch einen Image-Schaden. Kollegen werden Sie als unschlüssig und risikoscheu ansehen, was Ihren Stellenwert im Unternehmen senkt.

Zeit, Ihr HR zu digitalisieren!

Sie kennen jetzt die Konsequenzen, wenn Sie jetzt nicht digitalisieren. Doch welche Kostenfaktoren gilt es zu eliminieren? Dieser Leitfaden bringt Licht ins Dunkle.

Marina Buller

Marina ist Content Marketing Manager bei Personio und hat sich ganz HR- und Recruiting-Themen verschrieben. Bereits nach ihrem Master-Studium im schwedischen Lund sammelte sie HR Insights während ihrer Arbeit bei XING. Diese Erfahrungen lässt sie nun in ihre Texte einfließen – immer nach Personios Devise “Personalarbeit vereinfachen”.