15. September 2026

Europas Unternehmen stellen wieder mehr ein, nur Deutschland bleibt zurück.

Personio Index Press Release Graphic

München, 15.09.2026. Nach mehreren Jahren rückläufiger Entwicklung stellen Unternehmen in weiten Teilen Europas wieder verstärkt ein. Nur Deutschland bewegt sich in die andere Richtung. Das zeigt der Personio Index, eine Datenerhebung auf Basis von mehr als 16.000 europäischen Unternehmen, die die Software von Personio nutzen, Europas führender HR- und Payroll-Plattform für kleine und mittelständische Unternehmen.

In der Schweiz hat sich das Tempo, mit dem Unternehmen ihre Teams vergrößern, zwischen 2025 und dem ersten Halbjahr 2026 mehr als verdoppelt – damit liegt die Schweiz an der Spitze der analysierten Märkte. Spanien stieg im selben Zeitraum von 9,9 % auf 11,8 %, Großbritannien von 2,7 % auf 7,2 %.

Deutschland fällt aus dem Muster: Als einziger Markt im Index wächst die Belegschaft seit 2022 jedes Jahr langsamer als im Vorjahr – von 7,4 % im Jahr 2025 auf 7,2 % im ersten Halbjahr 2026.

Einstiegspositionen nehmen leicht zu, liegen aber weiterhin unter dem Vorjahr

Der Anteil an Stellenausschreibungen für Junior-, Einstiegs- und Praktikantenpositionen stieg von 12,4 % im zweiten Quartal 2026 auf 14,1 % im dritten Quartal 2026. Über ein volles Jahr betrachtet, statt nur über ein einzelnes Quartal, fällt das Bild vorsichtiger aus: Die durchschnittliche Zahl an Junior-Ausschreibungen über die vergangenen zwölf Monate liegt bei 13,5 % – weiterhin deutlich unter den 15,9 %, die im selben Zeitraum ein Jahr zuvor verzeichnet wurden.

KI verändert Stellenbezeichnungen sechsmal schneller als vor zwei Jahren

Die Zahl der Rollen mit KI-Bezug ist zum zweiten Quartal 2026 auf das 6,3-Fache des Ausgangswerts aus dem zweiten Quartal 2024 gestiegen. Erste, noch unvollständige Daten für das dritte Quartal 2026 deuten darauf hin, dass sich dieses Tempo etwas verlangsamen könnte, auch wenn sich an der grundsätzlichen Verschiebung, wie Unternehmen Rollen definieren, wenig ändert.

„Die KI-Transformation ist kein Zukunftsszenario mehr. Sie läuft bereits in den meisten Unternehmen, ob geplant oder nicht – und wir sehen das direkt an den Stellen, die heute ausgeschrieben werden", sagt Jonas Rieke, Co-Founder und COO von Personio. „Jobtitel und Rollenbeschreibungen verändern sich schnell. Das ist eine echte operative Herausforderung. Es bedeutet auch: Das jetzt richtig zu machen, ist wichtiger denn je. HR steckt dabei in einer neuen Rolle. Sie muss erst klären, was eine Stelle heute überhaupt bedeutet, bevor jemand dafür eingestellt, geschult oder bezahlt werden kann. Und genau dabei gestaltet HR maßgeblich mit, wie diese KI-Transformation am Ende tatsächlich verläuft."

Den gesamten Report gibt es hier.

Über die Daten

Der Personio Index basiert auf aggregierten, anonymisierten Daten von mehr als 16.000 europäischen Unternehmen, die die Personio-Plattform nutzen. Jede Kennzahl bezieht sich auf die für sie relevanten aktiven Unternehmen, bereinigt um Ausreißer und Daten geringer Qualität, um eine hohe Genauigkeit sicherzustellen.