Fehlzeiten öffentlich diskutiert: Datenschutzskandal bei VW?

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Shownotes

Wie viel darf ein Arbeitgeber eigentlich über die Gesundheit seiner Mitarbeitenden wissen? Und wo endet Fürsorge – und beginnt ein Datenschutzproblem?

In Folge 145 von „Das HR-Briefing“ sprechen Susa und Laura über einen aktuellen Fall bei VW, der gerade für Diskussionen sorgt: Offenbar wurden dort Fehlzeiten, Krankmeldungen und sensible Gesundheitsdaten von Mitarbeitenden in Führungskreisen diskutiert – teilweise inklusive Klarnamen und persönlicher Informationen.

Datenschutzskandal bei VW: Was passiert sein soll

Laut Medienberichten sollen bei der Volkswagen Group Services Fehlzeiten und Gesundheitsinformationen von rund 600 Mitarbeitenden regelmäßig in größeren Führungsrunden besprochen worden sein.

Besonders brisant: Der Spiegel berichtet, dass das Ziel gewesen sein soll, „besonders problematische Mitarbeiter zu identifizieren und diese dann krankheitsbedingt zu kündigen“.

VW selbst räumte Fehler im Umgang mit den Daten ein und meldete den Vorfall den Behörden.

Fehlzeiten analysieren: Was ist erlaubt – und was nicht?

Im Podcast diskutieren Susa und Laura auch die andere Seite: Unternehmen müssen sich mit Fehlzeiten beschäftigen.

Hohe Krankenstände, psychische Belastungen und langfristige Erkrankungen sind für viele Unternehmen ein reales Thema. Deshalb analysieren HR-Abteilungen häufig Krankenstände, Belastungen in Teams oder mögliche Ursachen für Ausfälle.

Entscheidend ist aber der Unterschied zwischen anonymisierten Auswertungen und personenbezogenen Gesundheitsdaten. Denn Gesundheitsdaten gehören laut DSGVO zu den besonders sensiblen personenbezogenen Daten.

Vertrauen, Unternehmenskultur und psychologische Sicherheit

Die Folge zeigt außerdem, wie eng Datenschutz und Unternehmenskultur zusammenhängen.

Susa und Laura sprechen darüber, warum psychologische Sicherheit in Unternehmen wichtig ist, weshalb Mitarbeitende Missstände ansprechen können müssen und wie schnell Vertrauen zerstört werden kann, wenn sensible Informationen intern offen geteilt werden.

Datenschutz wird auch durch KI immer wichtiger

Außerdem geht es um den Umgang mit sensiblen Daten im KI-Zeitalter. Denn viele Menschen teilen heute persönliche Informationen längst nicht mehr nur im Unternehmen, sondern auch mit KI-Tools.

Die Folge zeigt deshalb auch, warum Datenschutz für HR zunehmend zu einer Führungs- und Kulturfrage wird.

Fazit

Folge 145 macht deutlich, wie sensibel der Umgang mit Krankmeldungen, Fehlzeiten und Gesundheitsdaten im Unternehmen ist. Für HR bedeutet das: Datenschutz ist längst nicht mehr nur eine rechtliche Pflicht, sondern ein zentraler Bestandteil von Vertrauen, Führung und Unternehmenskultur.

Ressourcen zum Thema Datenschutz zum Download:

Quellen:

(S+) Volkswagen: VW-Führungskräfte diskutierten persönliche Fehlzeiten Hunderter Mitarbeiter

Datenschutzverstoß bei VW? Fehlzeiten waren Thema in Konferenzen

Datenskandal bei VW: Folgen nun Verfahren und Entschädigungen?

Datenskandal bei VW: Jetzt reagiert der VW-Betriebsrat



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