HR News Snippets: Aktuelles aus der HR-Welt

Personio Newsfeed

Arbeitsrechtliche Urteile, wichtige HR-Trends und handverlesene Studien: In unseren HR News stellen wir Ihnen jeden Monat einen Überblick über die wichtigsten Themen und Inhalte aus dem Personalbereich zusammen. So sparen Sie Zeit und bleiben trotzdem auf dem Laufenden.

3 Tipps, die verhindern, dass IT-Talente zur Konkurrenz wechseln

Laut aktuellem Fachkräfte-Index von Hays fehlten im 4. Quartal 2021 so viele IT-Fachkräfte wie nie zuvor seit 2015: Mehr als 100.000 Stellenanzeigen für heiß begehrte IT-Fachkräfte wurden veröffentlicht. Ein enormes Risiko für zahlreiche Unternehmen – da Deutschland mitten in der Digitalisierung steckt. Und die auslaufende Corona-Pandemie den Druck erhöht hat. Simon Alborz, Bereichsleiter bei Hays, hat pragmatische Lösungsvorschläge für HR.

Empfehlung #1: Entwicklung von Mitarbeitenden priorisieren

Unternehmen sollten verstärkt auf interne Mitarbeitende mit Potenzial setzen und diesen sinnvolle und attraktive Angebote zu Weiterbildung oder auch Zertifizierung machen. Oder gleich ein berufsbegleitendes Studium finanzieren. Laut Alborz eine klassische Win-Win-Situation: Die Beschäftigten erweitern ihre Kompetenzen für eine langfristige Karriere, die Unternehmen halten und fördern ihre Fachkräfte.

Laut Personio’s aktueller HR-Studie ist das besonders wichtig, denn 46 % der Mitarbeitenden in europäischen KMU sind derzeit wechselbereit. Viele ließen sich durch Karriere- und Weiterbildungschancen binden, denn die Enttäuschung über verpasste Entwicklungsmöglichkeiten ist groß. 37 % denken, sie hätten während der Pandemie eine ihnen zustehende Beförderung verpasst.

HR-Studie: Der große Wertewandel

Was treibt Mitarbeitende zur Kündigung und: Was würde sie halten? Die Antworten finden Sie in unserer neuen HR-Studie.

Empfehlung #2: Mehrgleisig fahren

Ein weiterer Weg, für den Sie etwas Geduld brauchen, ist es, selbst IT-Kräfte auszubilden – mit Skills, die auch mittelfristig gefragt sein werden. HR sollte aber unbedingt mehrgleisig fahren. Recruiting? Fein. Ausbildung? Sinnvoll. Mitarbeiterbindung? Unerlässlich. Keines dieser Themen sollte vom Tisch fallen.

Empfehlung #3: Tempo in Recruiting-Prozesse bringen

„Gerade bei komplexen Unternehmensstrukturen sind die internen Abstimmungswege noch zu lang. Da gibt es noch viel Luft nach oben“, schildert Alborz. Merken Sie sich also diese Grundregel: Wenn ein Jobinteressent nicht schnell und präzise Bescheid bekommt, geht er zum Wettbewerber. Nutzen Sie die Aufbruchsstimmung auf dem Arbeitnehmer:innen-Markt – seien Sie schnell mit dem Vertrag und zeigen Sie den Bewerber:innen, dass Ihre Organisation entscheidungsfreudig ist.

Die Zeichen stehen auf: Weniger Arbeit bei gleichem Gehalt!

Die Diskussionen um die Einführung einer 4-Tage-Woche kennen wir – doch gerade jetzt sind sie aktueller denn je. Warum? Weil Unternehmen verzweifelt nach neuen Wegen suchen, um mehr Talente zu gewinnen und andererseits die bereits angestellten Mitarbeitenden nicht zu verlieren.

Als ein Mittel hierzu wurde die Reduktion von fünf auf vier Arbeitstage bereits in mehreren europäischen Ländern in teils mehrjährigen Feldversuchen getestet. So auch in Island, wo statt 40 Stunden an fünf nur noch 35 Stunden an vier Tagen gearbeitet wurde. Die Folge: Gleichbleibende Produktivität – aber stärker motivierte und zufriedenere Beschäftigte. Eine Option für KMU in Deutschland? Nun, flexible Arbeitszeiten stehen in Deutschland insbesondere bei der Generation der 30- bis 44-Jährigen sowie bei Fachkräften mit höherem Bildungsabschluss ganz oben auf der Wunschliste.

Und so könnte es aussehen:

  • Führen Sie eine fest definierte Testphase ein
  • Gestalten Sie flexible Richtlinien für alle Mitarbeitenden
  • Erarbeiten Sie eine eindeutige Zeit- und Einsatzplanung, um alle Kundenanforderungen weiterhin erfüllen zu können
  • Führen Sie digitale Tools zur besseren Zusammenarbeit ein
  • Überarbeiten Sie bestehende Pausen- und Überstundenregelungen
  • Formulieren Sie die zu erreichenden Ziele für alle Mitarbeitenden unmissverständlich
  • Binden Sie die Führungskräfte ein – und zwar abteilungsübergreifend
  • Hören Sie in die Belegschaft hinein – wo gibt es Probleme, Vorschläge?
  • Kontrollieren Sie und bessern Sie bei Bedarf nach

Bereit für Veränderung? Hier können Sie unseren kostenlosen Leitfaden Change Management herunterladen.

So werden Sie zum Mitarbeiter-Flüsterer

Vollzeit zurück ins Büro? Lieber Remote? Oder doch hybrides Arbeiten? Die Pandemie hat viele althergebrachte Vorstellungen von Arbeit über den Haufen geworfen. Im aktuellen Work Trend Index von Microsoft wird deutlich, dass Unternehmen und Belegschaft offensichtlich sehr unterschiedliche Ansichten zur Zukunft der Arbeit haben.

50 Prozent der Führungskräfte erwarten eine Rückkehr zum Arbeitsplatz in Vollzeit. Die große Mehrheit der Mitarbeitenden hingegen möchte sich die neu gewonnene Flexibilität erhalten – möglichst in einer Mischung aus Remote und Hybrid Work. Hauptgrund dafür: Die Wertesysteme der Menschen haben sich verändert. In den Mittelpunkt rücken nun Fragen nach der Bedeutung und der Wichtigkeit von Arbeit im Leben. 53 Prozent der Beschäftigten gaben zum Beispiel an, der Gesundheit deutlich mehr Gewicht einräumen zu wollen als vor der Pandemie.

Auch Personio hat zum Thema Mitarbeiter-Werte über 7.000 Arbeitnehmer:innen und HR-Verantwortliche befragt.

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Bedeutet: Zum Mitarbeiterflüsterer wird nur, wer das veränderte Wertekonstrukt kennt und auf die Bedürfnisse von Mitarbeitenden eingeht. Das kann z.B. über die Ausweitung technischer Möglichkeiten funktionieren. So können die Beschäftigten über digitale Tools etwa selbst entscheiden, ob sie an Meetings in Präsenz oder digital teilnehmen möchten. Damit lässt sich die Kluft zwischen digitalen und analogen Arbeitsräumen überbrücken. Mit derartigen Optionen geben Organisationen ihrer Belegschaft mehr Entscheidungsspielräume. Mit digitalen Tools zu mehr Wertschätzung. Ein Schritt zur bewussten Mitarbeiterbindung.

Mitarbeiter binden
mit Performance & Development

So geht's mit Personio