22. April 2026
Personio erstmals profitabel und baut KI-Geschäft durch Übernahme von aurio aus

München, 22. April 2026 – Personio ist erstmals profitabel und übernimmt das Münchner Recruiting-KI-Startup aurio. Damit erweitert das Unternehmen seine bestehenden KI-Funktionen im Recruiting gezielt.
Profitabilität als Grundlage für die nächste Wachstumsphase
Dieser Schritt erfolgt in einem Umfeld, in dem sich die Anforderungen an Softwareunternehmen grundlegend verändern. In den vergangenen zwei Jahren hat Personio gezielte Entscheidungen getroffen, um Prozesse zu vereinfachen, schneller zu werden und näher an den Kunden zu arbeiten. Das Ergebnis ist das erste profitable Quartal – bei inzwischen 16.000 Kunden mit insgesamt 1,5 Millionen Mitarbeitenden.
„Das Erreichen unseres ersten profitablen Quartals ist ein Meilenstein für Personio“, so Hanno Renner, CEO und Mitgründer von Personio. „Es bedeutet, dass wir unsere Innovationen aus unserem laufenden Geschäft heraus finanzieren können – unabhängig von externem Kapital. Das ist ein wichtiger Schritt, um ein resilientes Unternehmen aufzubauen und unseren Kunden die Sicherheit zu geben, dass wir langfristig an ihrer Seite stehen.“
Beschleunigung der KI-Strategie: Personio übernimmt aurio
Im Rahmen seiner KI-Strategie hat Personio aurio übernommen. Das aurio-Team wechselt in die Produkt-, Engineering- und Design-Teams von Personio. Aurio bringt umfassende Erfahrung mit agentenbasierter KI in zentralen Recruiting-Workflows mit – insbesondere bei der Kandidatensuche und -vorauswahl. Die KI-gestützte Kandidatensuche identifiziert automatisch relevante Profile für Recruiter, während eingehende Bewerbungen automatisch bewertet und priorisiert werden, bevor sie von Recruitern geprüft werden.
„Die Anforderungen im Recruiting steigen und HR-Teams stehen mehr denn je unter Druck, schneller zu arbeiten, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen“, ergänzt Renner. „Mit dem aurio-Team an Bord können wir KI-Lösungen für Sourcing und Screening beschleunigen. Langfristig sehen wir viele weitere KI-gestützte Anwendungen, die HR-Teams unterstützen, indem sie Routineaufgaben reduzieren und gleichzeitig sicherstellen, dass Entscheidungen weiterhin vom Menschen getroffen werden.“
Eine Fehlbesetzung kann europäische Unternehmen im Durchschnitt 44.339 € kosten. Durch die Integration der KI-Funktionen von aurio in Personio Recruiting sollen diese Risiken reduziert werden. Die Recruiting-Lösung von Personio wird bereits von 9.000 Kunden genutzt und stellt damit einen wachstumsstarken Einstiegspunkt dar. Viele dieser Kunden sind auch aurio-Kunden, was die Integration erleichtert und auf eine starke Nachfrage hinweist.
„Wir haben aurio mit der Überzeugung aufgebaut, dass Recruiting einer der menschlichsten Prozesse in jeder Organisation ist und KI ihn verbessern, aber nicht ersetzen sollte“, so Aliosha Milsztein, Mitgründer von aurio. „Schon in den ersten Gesprächen mit Personio wurde klar, dass wir die gleiche Vision von menschlich geführtem, KI-unterstütztem Recruiting teilen. Die Stärke ihrer Plattform, ihre Kundenbasis und die bereits starke KI-Anwendung haben die Übernahme zum logischen nächsten Schritt gemacht. Der Zusammenschluss mit Personio ermöglicht es uns, unsere agentenbasierte Expertise direkt in die täglichen Workflows von tausenden Kunden zu integrieren.“
Personio plant, erste Funktionen aus der aurio-Integration noch im Laufe dieses Jahres zu veröffentlichen.
Wachstum im Payroll-Bereich und Fokus auf Kundenerfolg
Die Profitabilität von Personio ermöglicht weitere Investitionen in die Bereiche, die für Kunden am wichtigsten sind. Payroll spielt dabei eine zentrale Rolle: Das Geschäft wächst aktuell um 80 % pro Jahr und umfasst mehr als 1.500 Kunden. Das eröffnet weiteres Wachstumspotenzial innerhalb der bestehenden Kundenbasis sowie im gesamten europäischen Markt, der bis 2035 voraussichtlich ein Volumen von 27 Milliarden US-Dollar erreichen wird.
Gleichzeitig legt Personio verstärkt den Fokus auf den Kundenerfolg: Das Unternehmen hat seine Support-Kapazitäten verdoppelt, um die Reaktionszeiten zu verbessern. Im vergangenen Jahr wurden über 300 neue Funktionen veröffentlicht, darunter KI-gestützte Anwendungen zur Reduzierung manueller Aufgaben im HR-Alltag.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen der Partner sein, auf den sich europäische Unternehmen langfristig verlassen können – nicht nur eine Plattform, die sie nutzen“, so Renner.