24. November 2017 in People @ Personio

People @ Personio – Raúl, Backend Developer

Lieber Raúl, du bist vor zwei Monaten von Mexiko nach München gezogen. Wie fühlst du dich?

Gut! Die ersten zwei Wochen waren hart – alles war neu: die Arbeit, die Leute, das Wetter, die Sitten … Aber mittlerweile geht es. Ich hab eine Wohnung, schon ein paar Freunde und ich kann mir immer essen bestellen, wenn ich hungrig bin.

Das musst du ausführen.

Nicht jeder spricht Englisch hier, zumindest, wenn man aus der Innenstadt raus kommt. Das hat mir am Anfang das Leben schwer gemacht. Als ich auf dem Oktoberfest war, hatte ich eine ältere Bedienung, die konnte auch kein Englisch. Den Schweinebraten mit Händen und Füßen zu beschreiben, hat nicht gefruchtet. Hab am Ende in der Karte drauf gezeigt, das hat geklappt. Und war sehr lecker, genauso wie das Bier.

Geht grundsätzlich schlimmer, zumindest in Bayern.

Das stimmt. Das bayerische Bier mag ich sehr. In Mexiko hat es viel weniger Geschmack, deshalb mixen wir diverse Aromen rein.

Was magst du, neben Bier, noch an Deutschland oder an München?

Die Leute! Die aus meinem Team und Büro natürlich, aber auch die Leute draußen. Sie sind offen und freundlich. Ich wollte ja auch bewusst raus aus Mexiko, nach Deutschland. Ich hab in Mexiko Stadt sieben Jahre bei einer großen Bank gearbeitet und danach in zwei Start-Ups, danach hatte ich Lust auf was Neues.

Gibt es Dinge hier, die du nicht magst?

Das Wetter 🙁 Letzte Woche hatte es Minusgrade! Schnee hab ich bislang nur auf dem Boden gesehen, aber nicht vom Himmel fallend. Und das Essen, denn ich liebe die mexikanische Küche. In der Nähe von unserem Büro hab ich zum Glück einen ganz guten Mexikaner gefunden, dort gehen wir öfter hin. Und am Sonntag koche ich mir jetzt immer was bzw. versuche ich es.

Was ist deine Aufgabe bei Personio?

Ich bin Backend Developer und arbeite mit meinen Kollegen daran, das beste Recruiting Tool für den europäischen Markt anzubieten! Personio basiert auf dem PHP-Webframework Laravel und unsere Fortschritte im Team messen wir mit Scrum.

Was machst du in deiner Freizeit?

Über couchsurfing organisiere ich am Wochenende Gruppen-Events, zum Beispiel Museumsbesuche. Beim ersten waren schon sechs dabei, das war super. Jetzt, da es kalt wird, brauche ich solche Aktivitäten, sonst überkommt mich die Melancholie. Unter der Woche mache ich Karate oder geh schwimmen.

Vermisst du deine Freunde oder Familie?

Klar. Als ich mich in Mexiko von meinen Freunden verabschiedet hab, war ich schon traurig. Aber meine Arbeit hier macht mir großen Spaß, das hilft. Im Gegensatz zur mexikanischen Arbeitskultur, geht es hier richtig transparent und offen zu. Jeder von uns hat eine Stimme und kann sich einbringen, das ist super. Ich kann mir gut vorstellen, für immer hier zu bleiben. Daher werde ich weiterhin Deutsch lernen!

Lieber Raúl, vielen Dank für das Gespräch.