19. Dezember 2017 in People @ Personio

People @ Personio – Peter, Head of Design

Peter Riedel - Head of Design

Lieber Peter, seit Anfang November bist du als Head of Design bei Personio. Was ist deine Aufgabe?

Zum einen arbeite ich mit meinen Kollegen daran, Personio so zu gestalten, dass der Nutzer Freude damit hat. Zum anderen möchte ich Aufmerksamkeit für das Thema User Centered Design schaffen und eine entsprechende Kultur aufbauen. Wir machen hier nichts, weil es leicht oder schnell umzusetzen ist, sondern weil es dem Nutzer dient. Das ist mir wichtig und dafür setze ich mich ein.

Das klingt spannend. Was magst du an deiner Arbeit?

Dass ich Dinge neu interpretieren und in Frage stellen kann. Mit einem frischen Blick auf Dinge schauen, die man schon immer auf eine bestimmte Art gemacht hat, das gefällt mir und fordert mich immer wieder heraus. Ich hab ja zuvor bei Stylight gearbeitet, da hatte ich auch viele Freiheiten. Doch nach fast vier Jahren war dann Zeit für was Neues.

Was magst du nicht an deiner Arbeit?

Es herrscht teilweise eine sehr deutsche Herangehensweise: Dinge sollen effektiv sein. Im Design funktioniert das nicht immer, und das sollte auch in Ordnung sein.

Du hast schon in mehreren Agenturen gearbeitet, darunter in München, Stuttgart und Nürnberg. Wie war diese Arbeit im Vergleich zu jetzt?

In Agenturen schlägst du etwas vor und ein anderer setzt es um. Das hat mich immer etwas gestört, denn ich möchte mit meiner Arbeit und mit meinen Ideen längerfristig auf die Geschicke einer Firma Einfluss nehmen. Eine Größe wie Personio mit 70 Mitarbeitern eignet sich dafür: groß genug, um etwas zu bewirken, aber klein genug, um nicht in der Anonymität unterzugehen.

Welchen Tipp hast du an jüngere Designer?

Auf Design Hochschulen wird dir ja immer gesagt, du sollst dich spezialisieren und in deiner Nische besser sein als andere. Auf mich hat das nicht gepasst; ich hab viel ausprobiert und viel Unterschiedliches gelernt und professionalisiert. Vom Grafikdesign kam ich zum Editorial Design, zu 3D, zu Data Visualization und schließlich zum Programmieren. Ich würde mich also nicht von vornherein einschränken, sondern offen sein – das macht den Beruf interessanter.

Du bist seit sieben Jahren in München. Was magst du an der Stadt?

Ich geh gern Laufen und Fahrrad fahren und aktuell natürlich Ski fahren – dafür gibt es keinen besseren Ort als München.

Lieber Peter, vielen Dank für das Gespräch.