• Deutsch
  • English

Mitarbeiterbewertung

Mehr als ein Instrument der Personalführung

Die Mitarbeiterbewertung ist ein Instrument, das Sie in der Mitarbeiterentwicklung gleichermaßen mit großem Erfolg unterstützt wie in der allgemeinen Personalplanung. Mit einer zielgerichteten Bewertung erhalten Sie eine Vielzahl aussagekräftiger Informationen. Diese bilden eine wichtige Entscheidungsgrundlage bei der internen Besetzung freier Positionen und bei der effektiven Entwicklung von Schulungen und anderen Weiterbildungsmaßnahmen für Ihre Mitarbeiter im Unternehmen.

Feedbackgespräch Führungskraft HR

Warum eine Mitarbeiterbewertung erforderlich ist

Effektiv arbeitende Unternehmen profitieren von der Mitarbeiterbewertung in mehrfacher Hinsicht. Ein wichtiges Argument, das dafür spricht, sind die aussagekräftigen Informationen zum Know-how und der Leistung jeden einzelnen Mitarbeiters. Eine wichtige Voraussetzung, um zielgerichtete Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen der internen Förderung zu entwickeln. Ein weiterer Vorteil ist die interne Nach- oder Neubesetzung wichtiger Positionen im Unternehmen mit einem Arbeitnehmer aus den eigenen Reihen. So ersparen Sie sich die vor allem für anspruchsvolle Aufgaben aufwendigen Bewerbungsverfahren und langwieriges Onboarding.

Zeitgleich fördert die Versetzung in eine verantwortungsvollere Position die Mitarbeitermotivation, noch bessere Leistungen zu erbringen. Oder Sie können mit einer internen Nachbesetzung den Wunsch nach einer Voll- oder Teilzeitstelle oder nach einem anderen Aufgabengebiet erfüllen. Das Resultat solcher Maßnahmen ist in den meisten Fällen eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Vorausgesetzt, Sie kennen die Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter.

Durch den Einsatz speziell für die Mitarbeiterbewertung entwickelter Softwarelösungen reduziert sich der Aufwand der regelmäßigen Bewertung von Mitarbeitern signifikant, da Sie den Großteil der benötigten Informationen bereits zur Hand haben. Eine digitale Übersicht der Mitarbeiterkompetenzen erleichtert die Ressourcenplanung.

Wichtige Quellen zur Mitarbeiterbewertung

Die Basis jeder Personalbeurteilung sind objektive Quellen, subjektive Einschätzungen und die Selbstbeurteilung. Führen Sie die Ergebnisse dieser drei Quellen zusammen, erhalten Sie ein 360-Grad-Feedback.

Zu den objektiven Quellen zählen alle Daten, die von einem Mitarbeiter erbrachten Leistungen in Zahlen definieren. Dies können positives oder negatives Kundenfeedback sein, Ausschussquoten oder Produktionsraten. Bedauerlicherweise stehen diese nicht immer zur Verfügung. Das Arbeiten mit Key Performance Indikatoren kann hierbei unterstützen.

Subjektive Quellen sind die Aussagen und Bewertungen durch Vorgesetzte, die Kollegenschaft oder Kunden und Lieferanten. Obwohl die Informationen der persönlichen Wertung des Einzelnen beeinflusst werden, ergänzen Sie das allgemeine Bild.

Von Bedeutung ist auch die Selbsteinschätzung, indem der Mitarbeiter einen entsprechend vorbereiteten Bewertungsbogen ausfüllt. In den meisten Fällen sind die Ergebnisse sehr differenziert und eher selten verzerrt.

Die verschiedenen Verfahren der Leistungsbeurteilung

All diese Informationen bilden die Grundlage für die Mitarbeiterbewertung. Wie diese erfolgt, hängt vom Anlass an sich und vom Ziel ab. Grundsätzlich wird zwischen sechs Bewertungsverfahren mit ihren individuellen Vor- und Nachteilen differenziert.

  • Rangordnungsverfahren – beurteilte Mitarbeiter werden in eine Rangfolge gebracht
  • Einstufungsverfahren – Ausprägung der Kriterien
  • Kennzeichnungsverfahren – inwieweit erfüllt der Beurteilte die Kriterien
  • Aufgabenorientiertes Verfahren – Leistungsbeurteilung auf Grundlage von den, in der Beurteilungsperiode zu erfüllenden Aufgaben
  • Zielorientiertes Verfahren – Messung des Zielerreichungsgrads
  • Freie Beurteilung – ohne strukturierte Vorgaben und Verfahren

Standardisieren Sie die Beurteilungskriterien

Für welches Verfahren Sie sich entscheiden, hängt von den individuellen Rahmenbedingungen ab. Unerlässlich ist jedoch die Standardisierung der einzelnen Verfahren und Beurteilungskriterien, um eine zuverlässig gleich hohe Qualität der Mitarbeiterbewertung zu gewährleisten. Die Erarbeitung der genauen Bewertungsvorgaben erfolgt im Idealfall im Rahmen einer Projektgruppe unter Miteinbeziehung des Betriebsrats. Doch welche Kriterien sind in der Mitarbeiterbewertung relevant?

Im Normalfall haben Sie drei Beurteilungsebenen. Dies sind das Verhalten, die Leistung und der Erfolg. Folgende Kriterien stehen in einer Relevanz zur Beurteilung nachfolgend angeführter Arbeitsbereiche. Anhand der angeführten Kriterien und Arbeitsbereiche entwickeln Sie entsprechende Fragestellungen in Form von Checklisten, Gewichtungstabellen oder anderen verfügbaren Methoden für die Mitarbeiterbewertung.

Auf der Verhaltensebene kommen die Kriterien Qualifikationen, Fachkompetenzen und Soft Skills zum Einsatz. Zu den Kriterien Qualifikationen und Fachkompetenzen zählen theoretisches Fachwissen und praktische Fachkenntnisse. Sie bewerten das Arbeitsverhalten und das Arbeitsergebnis. Intrapersonelle und interpersonelle Kompetenzen zählen zu den Soft Skills, Während sich die intrapersonellen Kompetenzen auf das Arbeitsverhalten, die Arbeitsorganisation, die Arbeitssorgfalt oder das Innovationspotenzial beziehen, konzentrieren sich die interpersonellen Kompetenzen auf die Zusammenarbeit und den Umgang mit Menschen.

Die Beurteilungsebene Leistung bezieht sich auf die Arbeitsaktivität, die Produktivität mit Bezug auf den Arbeitsaufwand und die Arbeitssorgfalt. Verfügbare Kriterien können die Menge pro Zeiteinheit, Qualität und Genauigkeit sein.

Bei der Beurteilungsebene Erfolg legen Sie die Kriterien bezüglich des im Vorfeld definierten Ziels fest. Bewertet wird das Arbeitsergebnis unter Berücksichtigung der vorgegebenen Ziele.

Bewertungsstufen und Gewichtung

Vergeben Sie für jedes Kriterium fünf Bewertungsstufen mit den Noten von eins bis fünf. Zusätzlich verleihen Sie diesem Kriterium eine individuelle Bedeutung innerhalb der Mitarbeiterbewertung, indem Sie es gewichten. So kann beispielsweise das Kriterium Teamfähigkeit die Gewichtung „3“ erhalten, während Sie die Fachkompetenz mit dem Faktor „7“ gewichten. Wie Sie in Ihrem Unternehmen gewichten, hängt von der Position an sich und den allgemeinen Anforderungen an die Mitarbeiter ab.

Aufwand mit hoher Rentabilität

Nachdem die Mitarbeiterbewertung entwickelt und standardisiert wurde, hält sich der Aufwand im Vergleich zum Nutzen für das Unternehmen in Grenzen. Vor allem der Einsatz moderner Softwarelösungen wirkt sich positiv auf das Verfahren der Mitarbeiterbewertung aus. Denn durch Funktionalitäten wie Performance Kommentare oder die Terminierung von Mitarbeitergesprächen reduziert sich der Aufwand maßgeblich.

So notieren Sie bereits während des Zeitraums zwischen den einzelnen Beurteilungen der Mitarbeiter wichtige Informationen und erhalten diese zum benötigten Zeitpunkt vom System auf Knopfdruck geliefert. Ein weiterer Vorteil dieser Funktionalität ist, dass Sie während des Mitarbeitergesprächs immer alle wichtigen Informationen zur Hand haben und eine glaubwürdige Argumentationsgrundlage besitzen. Denn erst dadurch wird die Mitarbeiterbeurteilung im Mitarbeitergespräch zur sachlich-fundierten Auseinandersetzung, von der alle Partner profitieren.

Weiterführende Details zu den Grundlagen der Mitarbeiterbewertung lesen Sie bitte im Artikel Mitarbeiterbeurteilung. Hier finden Sie Informationen zur Standardisierung von Bewertungsverfahren oder den verschiedenen Ebenen der Mitarbeiterbeurteilung.

Mitarbeiterperformance mit Software fördern

Mehr Transparenz
Sichtbare Fortschritte
Erhöhte Effizienz

Wie viel Spielraum haben Sie Ihr HR-Management zu verbessern?

Personio unterstützt Sie bei sämtlichen HR Prozessen, von Bewerbermanagement über Urlaubsverwaltung bis Lohnbuchhaltung. Sichern Sie sich eine kostenlosen Test-Account oder finden Sie bei einer 20-minütigen Webdemo heraus, welche Prozesse Sie durch den Einsatz effizienter Software optimieren können.