HomeOffice Desk

People @ Personio – Franks Home Office Story

31. März 2020 in Inside Personio

People @ Personio – Franks Home Office Story

HomeOffice Desk

Wir haben Frank (Security Analyst) aus unserem Engineering Team gefragt, uns seine Tipps für die Zeit im Home Office mitzuteilen, insbesondere zur Stärkung der körperlichen und geistigen Gesundheit.

Was genau machst du als Security Analyst?

Als Security Analyst für Personio analysiere ich Sicherheitsforen und -gemeinschaften, um alle relevanten Softwareschwachstellen zu erforschen, die unsere Software beeinträchtigen könnten. Darüber hinaus führe ich regelmäßig Sicherheitstests durch, analysiere die Einhaltung von Best Practices und gesetzlichen Bestimmungen, die für unsere Software relevant sein können, und organisiere Pentests durch externe Partner. Nicht zuletzt helfe ich anderen Teams, wenn sie Fragen zu sicherheits- und datenschutzrelevanten Themen haben.

Was sind deine Tipps für die Zeit im Home Office?

Jeder weiß: Zu wenig Bewegung schwächt den Körper in vielerlei Hinsicht. Die Muskeln degenerieren. Das Immunsystem wird geschwächt. Und auch die geistige Gesundheit hängt vom körperlichen Training ab. Deshalb ist es wichtig, jeden Tag Trainingseinheiten einzuplanen.

Aber wie trainiert man zu Hause? Nicht jeder hat Trainingsgeräte zu Hause. Oh, warte… das hast du. Aber vielleicht weißt du es nicht. Hast du schon einmal versucht, einen Stuhl 20 Mal hochzuheben oder Kniebeugen zu machen, während du ihn in der Luft hältst? Auch deine Kinder können ein gutes Trainingsgerät sein, zum Beispiel wenn sie auf deiner Brust sitzen, während du Sit-ups machst, oder auf deinem Rücken, wenn du Liegestütze machst. Sei kreativ. 🙂

Im Allgemeinen braucht man jedoch kein Trainingsgerät, weil der Körper die beste Ausrüstung ist, die man hat. Es gibt verschiedene Apps für Smartphones, die helfen, verschiedene Übungen zu lernen, indem sie dich mit Videos anleiten. Tu dir selbst einen Gefallen und gib ein paar Euro für solche Apps aus. Dein Körper wird es dir danken.

„Du brauchst auch ein paar Routinen, die du an deinem normalen Tag hast.“

Steh also jeden Tag zur gleichen Zeit auf, auch an den Wochenenden. Warum an den Wochenenden, wenn du normalerweise länger schläfst als an Arbeitstagen? Weil die fehlenden arbeitstäglichen Routinen deinen Körper jeden Tag wie einen Wochenendtag fühlen lassen. Und es ist besser, ihn sich wie an einem Werktag als an einem Wochenendtag fühlen zu lassen. Sonst kann es schwierig sein, zu deinen Routinen zurückzufinden, sobald die Corona-Quarantäne beendet ist.

Außerdem brauchst du frische Luft und Sonne. Um frische Luft zu bekommen, öffne einfach deine Fenster. Aber hinter geschlossenen Fenstern kannst du nicht genug Sonnenlicht bekommen. Die Fensterscheibe filtert fast alle UVB-Strahlen. UVB-Strahlung wird benötigt, damit dein Körper Vitamin D produzieren kann.

„Verbring also täglich mindestens 30 Minuten an einem sonnigsten Fenster (oder draußen), solange es weit geöffnet ist, oder geh auf deinen Balkon.“

Besonders für Menschen, die es nicht gewohnt sind, in Isolation zu leben, ist es schwierig, ihre psychische Gesundheit zu erhalten. Ein tägliches Training kann ein wenig helfen, aber man muss auch seine sozialen Kontakte pflegen. Bleib also bitte mit deinen Freunden in Kontakt. Aber tu das nicht über das Telefon. Verwende stattdessen Video-Chats. Das Gehirn ist darauf trainiert, Mimik und Gestik zu assoziieren.

„Die Blicke deiner Freunde schütten mehr Glückshormone aus, als wenn du sie nur hörst.“

Und benutze dafür nicht dein Smartphone, denn der Bildschirm ist zu klein. Verwende ein Tablet, einen Laptop oder einen Computer mit einem größeren Bildschirm. Man kann zusammen zu Abend essen oder einen netten Kochabend per Video-Chat abhalten. Versuche, den Kontakt mit deinen Freunden in deine Routine zu integrieren und mach nicht nur dedizierte Anrufe, bei denen du nur vor dem Bildschirm sitzt. Zeig ihnen, was du in deiner Wohnung verändert hast, was du am Wochenende gemalt hast oder macht gemeinsam Musik. Sei wieder… kreativ.

„Mach etwas, das dir Spaß macht, und nimm dir dafür mindestens eine Stunde pro Tag Zeit.“

Es kann eine gute Tasse Tee sein, ein Buch, das du schon immer lesen wolltest, deine Lieblingsfernsehsendung oder ein Brettspiel mit deiner Familie. Das Wichtigste ist: du musst es wirklich genießen und es muss dir helfen, dich zu entspannen.

Da die Umstände, warum wir zu Hause bleiben müssen, sehr unangenehm sind, solltest du auch einige zusätzliche Punkte bedenken. Konsumiere nicht die ganze Zeit Nachrichtenmedien. Nimm dir jeden Tag eine bestimmte Zeit, um eine oder zwei Nachrichtenseiten durchzulesen. Da auch die sozialen Medien voll von Nachrichten über Corona sind, solltest du auch diese nur ein bis zwei Mal pro Tag nutzen. Andernfalls wird die Panik in deinem Gehirn ständig zunehmen.

Es gibt auch schon eine Menge Verschwörungstheorien über Corona im Internet. Glaub ihnen nicht! Nutze die offiziellen Kanäle, um dich über Corona zu informieren. In Deutschland sind dies das Gesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut. Wenn du eine Information auf deren Seite nicht überprüfen können, ist es ziemlich sicher eine gefälschte Nachricht.

Wenn du bereits Probleme mit Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen hast oder eine neurodiverse Disposition hast, kann das Eingesperrtsein zu einem noch größeren Problem werden. Ich kann hier nicht auf alle Möglichkeiten eingehen, aber in einem solchen Fall solltest du dir professionelle Hilfe suchen. Entsprechende Hotlines findest du im Internet. Wenn du dich in einer Therapie befindest, hören nicht damit auf. Dein Therapeut kann dir auch Videositzungen anbieten. Im schlimmsten Fall kannst eine der Beratungshotlines anrufen, um jemanden zu finden, der dir in deinem speziellen Fall helfen kann.